Gran Canaria – Tag 5

14. Oktober 2009 um 22:35 Uhr

Sogar in den Ferien ist das iPhone mein täglicher Begleiter für SMS-Datings, Wegweiser, Übersetzer und auch bloggen (Ja ich schreib die täglichen Einträge alle auf dem Handy). Zum Glück hatte ich vorgängig ein Datenroming-Zusatzabo gelöst. So ist die Internetnutzung um einiges günstiger (wenn auch immer noch zu teuer). 

Heute war ich shoppen. Parfum (zollfrei, 40% günstiger als in der Schweiz) und eine Badehose. Aber nicht irgendeine, XTG musste es sein. Die Marke kannte ich bisher nicht, scheint aber voll im Trend zu sein, auf jeden Fall hier in Spanien an der Gay-Beach. Die Wahl fiel auf eine Racing Edition. Mein Arsch bzw Kiste trägt nun die Nummer 63. 
;-)

Abends waren bei Lelo im Yumbo gut essen und tanzten im Mykonos bis in die frühen Morgenstunden. Dabei hatte ich mal wieder alle Berührungsängste verloren. Dann traf ich noch auf Stefan aus Obwalden, was für ein netter Zufall.  Morgens gegen 4 Uhr war ich dann todmüde im Bett.

Gran Canaria – Tag 4

13. Oktober 2009 um 11:24 Uhr

Heute Abend, 22.30 Uhr in der WunderBar. Treffen mit Jürgen? – Schön wär’s, denn er geht mir immer noch nicht aus dem Kopf. Nein, heute lernte ich Miki und Jörg kennen. 

Aber zuerst zum heutigen Nachmittag. Der gestaltete sich eigentlich ähnlich wie der gestrige. In der Sonne räkelnd umgeben von braungebrannten Männern, gesellten sich wieder Sybille alias Robert, Sandy alias Stefano und Bruce alias Foxy dazu. Die Drei sind ja schon ein bisschen oberschwul und tuntig. Aber trotzdem find ich es immer sehr amüsant mit dem Trio. Und da spiel ich gerne alias Polly (und mal nicht Babschi) gerne mit. Natürlich kann man sich schon Fragen, was echt und was nur gespielt war. Hier am Strand diskutierten wir über alles mögliche, von den Haarentfernungsmethoden über sexy Badehöschen bis zu den verschieden dicken und langen Penise. Am Schluss wurde Sybille von uns schön in Sand eingebudelt und räkelte sich danach als paniertes Walross – entschuldigung – Meerjungfrau als Fotomodell im Sand. Bilder folgen…

Gestern hatte ich 100 Euro liegen gelassen. Darum hieß es heute sparen und im Hotel dinnieren, diesmal mit Gruppe 2 um 20 Uhr. Und da waren sie, all die herausgeputzten Schwulenpärchen. Mit der dummen Frage “Woher habt ihr das Brot zum Salat?” knüpfte ich Kontakt zu dem um die 50 Jahre alten Männerpaar neben mir am Tisch. Wir quatschten auch ein wenig. Sie waren mir dann aber doch nicht so sympatisch, weil sie Abschätzig über uns Schweizer sprachen (“Hat die Schweiz denn eigentlich noch eine eigene Airline?” oder “Ach, ihr habt ja immer noch eine eigene Währung.”).

Wie anfangs erwähnt, lernte ich Abends Miki (36) und Jörg (34) aus Frankfurt kennen. Es war ganz gemütlich, tranken was zusammen und quatschten über dies und jenes. – Dabei schaute ich einmal kurz an den Platz, an dem ich vor zwei Tagen Jürgen kennenlernte. – Die beiden sportlichen Deutschen sind seit 10 Jahren ein richtiges schwules Vorzeige-Paar: Sie haben zwei Hunde, ein Haus mit Garten und sind seit 5 Jahren verheiratet. Ein Paar, das nicht in einer offenen Partnerschaft lebt, aber trotzdem ab und zu einen Dritten für ein geiles Abenteuer suchen. Und dieser Dritte war dann ich an diesem Abend…  

Gran Canaria – Tag 3

12. Oktober 2009 um 11:49 Uhr

Heute morgen hatte ich ein Gefühl nach Sehnsucht. Sehnsucht nach jemand ganz bestimmten. Ihm schien es gleich zu ergehen, denn bald erhielt ich eine SMS von ihm. Wir schrieben einander, wie sehr wir uns vermissen würden. Und als er mir schrieb, wann ihr Bus fahren würde, packte es mich. Dank iPhone konnte ich sein Hotel ganz in der Nähe lokalisieren. Ich musste ihn vor seiner Abreise nochmals sehen. 

Und tatsächlich erwischte ich ihn noch an der Bushaltestelle. Wir fielen uns in die Arme, küssten uns. Er zitterte am ganzen Körper. Die Freude, sich nur einen kurzen Augenblick nochmals zu sehen war riesig. Wir umarmten und küssten uns immer wieder. Wir ließen uns auch nicht davon abhalten, als ein paar ältere Damen an uns vorüber gingen und die eine sagte: “Wahre Liebe gibt es nur unter Männern.” 

Da kam auch schon der Bus und es hieß nun definitiv voneinander Abschied zu nehmen. Ein letzter Kuss und er stieg in  den Bus ein. Als der Bus losfuhr, kamen mir die Tränen. Kurze Zeit später schrieb er mir, dass ich ihm viel bedeuten würde und dass er bald mal nach Zürich kommen würde. - Es war das eingetroffen, was mir Markus, ein Kollege einst sagte: “Die Ferienliebe lernt man immer erst am letzten Tag kennen.” 

Ich machte mich auf den Weg Richtung Strand. Per SMS verabredete ich mich mit Robert, der mit Stefano (ich kenn die Beiden aus der Heldenbar) und dessen Freund Bruce gestern angereist waren. 

Ich genoss den Tag mit den Drei so richtig am Strand. Wir lagen an der Sonne, schwangen an der schwulen Strandbar Nummer 7 die Hüften zu geilem Sound und Bier und brachten dabei ein paar Herren ins schwitzen. Ich hatte es aber auch mit Wasserratten zu tun. Und auch wenn die Frisur am Schluss zur Sau war, wir hatten mächtig Spass.

Abends gingen wir zu Viert essen – endlich mal wieder nicht alleine und vorallem nicht im Hotel-Altersheim. Nach dem essen ging’s ins Nestor Pub, in dem die Travestiekünstlerin Beverly Hills ihren Auftritt hatte. Sie holte dabei zwei knackige Jungs auf die Mini-Bühne, die am Schluss nur noch in der Unterhosen dastanden und die Gewinn-Nummern zogen, die vorgängig im Publikum für einen guten Zweck verkauft wurden. Im Mykonos tanzten wir später zu voll aufgedrehtem Sound. Meine Stimmung war aber den ganzen Abend getrübt. Und auch wenn ich an Robert klebte, meine Gedanken waren ständig bei einem anderen Mann. Bei “I Gotta Feeling” von den Black Eyed Peas setzte ich mich in eine Ecke der Bar und musste weinen. Ich wusste, dass dies ein Song war, der auch dem Jürgen gefiel. Da kam Stefano zu mir und meinte, ich soll mir den Typen aus dem Kopf schlagen. Eigentlich hatte er auch recht. Es war und bleibt eine Ferienliebe. Dazu kommt, dass Jürgen seit 6 Jahren in einer Beziehung lebt und Oberösterreich auch nicht ums Eck liegt.

Nach x Gin Tonic’s war ich so betrunken, dass ich nur noch ins Hotel wollte. Und irgendwie fand ich dann auch den Weg dorthin zurück und schlief noch angezogen mit Tränen in den Augen ein…  

Gran Canaria – Tag 2

11. Oktober 2009 um 12:51 Uhr

Die erste Nacht hatte ich sehr gut geschlafen. Auch bei Temperaturen um die 20 Grad war es recht angenehm. Wach wurde ich um halb Sieben von einem Lastwagen, schlief dann aber noch bis nach Acht. 

Beim Frühstück setzte ich mich an einen  freien 2er-Tisch. Vor mir saß ein schwules Pärchen. Der eine war braun gebrannt mit Glatze um die 30, der andere Kreidebleich mit Brille wirkte gut 10 Jahre älter. Mit dem Jüngeren hatte ich dann auch ständig Blickkontakt. 

Gegen Mittag nahm ich den Shuttlebus an Strand. Bis zur Gay-Beach (die mit einer Regenbogenfahne gekennzeichnet war), musste ich noch einen 30 minütigen Marsch in Angriff nehmen. Aber es war richtig schön den feinen Sand unter den Füssen zu spüren, das Rauschen des Meeres zu hören, das salzige Lüftchen einzuatmen. Wie sehr hatte ich mich auf den Moment gefreut. 

Es ging aber so ein starker Wind, dass ich beim liegen auf dem Badetuch rasch von Sand einpaniert war. Als das deutsche Schwulenpärchen Mitte 30 hinter mir doch lieber einen kostenpflichtigen Liegestuhl in Anspruch nahm, folgte ich ihrem waisen Entscheid. Für 5 Euro gabs Liege mit Sonnenschirm. Ich sprach sie daraufhin an. Sie waren aber nicht so gesprächig. Und so war ich den ganzen Nachmittag hauptsächlich damit beschäftigt, all die Männer zu beobachten. 

Der Rückweg zum Hotel führte über die Sanddünen von Maspalomas. Oben an der Strasse angelangt, blickte ich zurück – ein schöner Anblick. 

30 Minuten später stand ich bereits frisch geduscht vor dem Speisesaal des Hotels. Mir wurde ein Platz zugewiesen und später erkundigte man sich bei mir, ob ich mit allem zufrieden sei, auch mit Platzwahl und Essenszeit (in dem Hotel ist Abendessen um 18 oder 20 Uhr, im Zimmerpreis inbegriffen). Man bemühte sich sogar, auf der Liste noch einen Herr zu finden, mit dem ich morgen am selben Tisch essen könnte (jedoch vergebens). Das Buffet war nicht schlecht. Aber ich war umgeben von Leuten zwischen 60 und 70 – das reinste Altersheim. Dazwischen zwei junge Schwulenpärchen (dabei die zwei vom Frühstück). 

Jetzt hatte ich den ganzen Tag alleine verbracht, ohne mit jemandem groß reden zu können. Alleine Ferien zu machen schien doch nicht so mein Ding zu sein. Oder doch…?

Bis Abends hatte ich von 3 Herren eine SMS bekommen, die mich treffen wollten. Die Entscheidung viel auf Jürgen, der morgen bereits abreiste und sich riesig auf unser Treffen freute.

Ich traf ihn und seine Reisebegleitung in der Wunder Bar. Jürgen war 28, aus Österreich, blond, schlank und hatte blaue Augen und ein total süßes Lächeln. Beim Cocktail schlürfen kamen wir uns rasch näher. Es war da plötzlich irgendetwas in der Luft, etwas das uns verband. Und als das Eis gebrochen war, konnten wir auf einmal nicht mehr voneinander lassen, küssten uns immer wieder und schauten einander tief in die Augen. 

Arm in Arm verließen wir dann die Bar und landeten schlussendlich in meinem Hotelzimmer. Wir hatten viel Spass zusammen. Jedoch gestand er mir auch, dass er in einer offenen Partnerschaft leben würde. – Ist ja nichts neues, dass mich immer solche Männer anziehen… 

Morgens um 4 verließ er mich. Diese schöne Begegnung sollte schon die letzte hier auf Gran Canaria sein, da er am nächsten Tag abreisen würde. Wir wussten aber beide, dass da zwischen uns mehr war als nur ein Sexdate. 

Alles, was mir nun blieb war ein Bild, das ein Fotograf von uns machte – eine Erinnerung an einen tollen Menschen, mit dem ich in diesen Ferien ein paar schöne Stunden verbringen durfte. Ich werd dich vermissen Jürgen!           

Gran Canaria – Tag 1

10. Oktober 2009 um 14:28 Uhr

Total verschwitzt schaff ich es heute morgen auf den Zug. Wir werd ich erst schwitzen, wenn ich in Las Palmes gelandet bin?

Im Zug treffe ich per Zufall auf Stefano. Er fliegt mit seinem Freund und Robert morgen auf die Insel. 

Der Flug mit Lauda ist kurzweilig. Ich lass mich gerne von den zwei attraktiven Flightattendants bedienen. Zum Glück hab ich eine Strickjacke und einen Schal dabei – es ist kalt wie in einem Kühlschrank. 

Kaum in Las Palmas gelandet, bekomm ich zwei SMS’ mit der Frage, ob ich gut geflogen sei. Wie aufmerksam. Interessant finde ich, dass es bei der Einreise keine Passkontrollen mehr gibt.

Nun sitze ich im Bus, in dem sich ausschließlich Hetero-Pärchen befinden. Der einzige, der mir auf dem Flug als schwul aufgefallen ist, hat einen anderen Bus nehmen müssen. Dafür hat mir Jürgen bereits geschrieben, der sich noch auf der Insel befindet. Wir wollen uns morgen treffen. 

Nach 20 Minuten Busfahrt treffen wir beim ersten Hotel ein. Nach weiteren 20 Minuten bin ich in meinem Hotel. An der Rezeption werd ich sehr freundlich empfangen. Das Zimmer ist nett eingerichtet. Und als die Steckdose und TV-Fernbedienung nicht funktioniert, ist ein Servicetechniker auch rasch da um das Problem zu lösen. Kann das RIU Don Miguel nur weiterempfehlen. 

Abends treffe ich dann auf Jürg und Michi aus Basel. Mit ihnen geh ich italienisch essen und verbring den Abend zusammen – mein erster und ihr letzter im Yumbo.

Wir haben einiges getrunken, als ich mit den beiden ihre Bungalow-Anlage besichtige. Spontan nimm ich eine Abkühlung im Pool – mitten in der Nacht. Dass ich aber dort am Pool auch noch ein geiles Abenteuer mit einem Mann erlebe, hätte niemand gedacht…

Reif für die Insel

8. Oktober 2009 um 15:26 Uhr

2009_10_08

Nach 2 Jahren reise ich nun endlich mal wieder ans Meer. Die Ferienplanung war nicht einfach, aber trotzdem konnte ich noch eine Pauschalreise buchen.

Den Koffer hab ich zwar noch nicht gepackt. Aber viel muss da auch nicht rein. Sonnencreme, Badehose und ein paar Klamotten und Kon… – Gerade kommt bei Facebook eine Message von Michi rein, der sich bereits in Playa del Ingles befindet:

…Hütt isches bewölkt, sunnscht ischs immer sunnig gsi und so um die 30 Grad…

Mit Michi war ich vor genau 10 Jahren auf Gran Canaria. Und morgen Abend werd ich ihn und sein Kollege Jürg zum Abendessen treffen, bevor die beiden am Samstag abreisen.

Bis zum Abflug morgen früh sollte ich aber noch ein paar Sachen erledigen und natürlich packen. Zudem muss ich mein Schluckweh auch noch loswerden. Darum trink ich gleich mal ein paar Tassen Tee…

Nackt unterwegs

6. Oktober 2009 um 22:11 Uhr

Die Franzosen kommen ja immer mal auf verrückte Ideen: Im Videoclip Baby Baby Baby von Make the Girl Dance laufen nackte Girls abwechslungsweise mit einem Kassettenrekorder durch die Strassen von Paris. In dieser Version sind es gleich mehrere Girls und ein fetter Typ auf einmal… Sehenswert auch die folgende Version mit den knackigen Boys. Wenn nur nicht diese Zensurbalken wären…
:-)

Jetzt fehlt nur noch eine Schweizer Version. :-)

Geschützt: Keine neue Herausforderung

um 18:12 Uhr

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Ferien gebucht

3. Oktober 2009 um 00:01 Uhr

2009_09_29

Nach der Ferienplanung hab ich ein Feedback vom Reisebüro erhalten. Die nette Dame hatte tatsächlich noch einen letzten Platz meines gewünschten Aragements. Also ging ich am Dienstag während der Mittagspause ins Reisebüro und buchte meine einwöchigen Badeferien auf Gran Canaria.

Und mittlerweile bin ich auch nicht mehr so alleine. So hab ich bereits die Handynummern von zwei Männern aus dem Chat und letzten Mittwoch traf ich in der Heldenbar auf Robert und Stephano, die ebenfalls auf der Insel sein werden. Ich werd sogar Michi aus Basel antreffen, mit dem ich vor genau 10 Jahren dort war (nur wird er einen Tag später bereits zurückfliegen).

Alleine verreisen ist doch nicht so schlecht. In einer Woche gehts los. :-)

Mein Blog fürs Handy

2. Oktober 2009 um 23:25 Uhr

2009_09_23

Ab sofort kann mein Blog auch auf einem internetfähigen Handy (iPhone, iPod touch, Android oder BlackBerrywie) gelesen werden. Dank dem WordPress-Plugin WPtouch kommt der Blog in einem entschlankten übersichtlichen Design für eine schnellere Ladezeit daher. Die Beiträge sieht man sofort auf einem Blick (Beiträge mit Kommentaren werden mit einem roten Punkt gekennzeichnet). Im Beitrag selbst werden dann natürlich auch die Bilder/Filme geladen. Die URL bleibt die gleiche: flo.fpoint.ch.