11. März 2010 um 00:31 Uhr

Der Winter hält uns noch fest im Griff. Darum möchte ich ein paar Impressionen von unserem Schlitteltag in Bergün am letzten Februartag nicht vorenthalten. Acht junge Männer folgten dem Aufruf im Facebook. Sie alle wagten sich auf die rasante Schlittelpiste.

Die wohl bekannteste Schlittelbahn Europas liegt im Graubünden. Mit dem Zug (RHB) fährt man von Begrün in 17 Minuten nach Preda (1789 m ü. M.). Von dort gehts auf der gesperrten Albula-Passstrasse 6 km hinunter wieder nach Begrün. Weitere Informationen gibts hier.
22. Januar 2010 um 02:27 Uhr

Mein Freund hat letzte Woche sein neues Auto bekommen, so dass wir am Wochenende auf Spritztour gingen. Der Weg führte uns ins Tessin, genauer gesagt nach Ascona. Die winterlichen Verhältnisse liessen uns dort aber nicht lange bleiben. Spontan fuhren wir weiter bis nach Mailand oder eben nach Milano – wie es die Italiener nennen.
Gleich mit einem niegelnagelneuen Auto nach Italien zu fahren war schon etwas wagemutig – so wie die Italiener fuhren. Da wir nicht am gleichen Tag zurückfahren wollten, übernachteten wir in einem Möchtegern-5-Sterne-Hotel (direkt neben dem Hauptbahnhof), das zwar auf “Nobel” machte, aber eigentlich völlig veraltet war. Das Auto wurde zu einem Wucherpreis in eine Garage gestellt, sonst hätte es die Nacht wohl nicht ohne eine Beschädigung überlebt. Auf Mailands Strassen war nämlich jedes 2. Auto verbeult.
Zum Abendessen waren wir in einem von aussen nettaussehenden Lokal. Der Ansturm war riesig und wir wurden gefragt, ob wir reserviert hätten. Hatten wir aber nicht. Trotzdem bekamen wir unter einer Zeitlimite von 2 Stunden einen Platz im Weinkeller. Die Bedienung erwies sich aber als grottenschlecht: Es wurde uns ein Rotwein empfohlen, der ein billiger Hauswein war. Statt vorkosten zu können, wurden die Gläser einfach gefüllt. Das Essen war irgendwie auf den Teller geworfen und es wurde bereits abgeräumt, bevor ich meinen letzten Bissen runtergeschluckt hatte. Eine anständige Bar fanden wir danach in der Nähe dann auch nicht. So landeten wir in der Hotelbar und tranken 1 bis 2 Drinks – natürlich auch zu einem Wucherpreis. Drinkgeld wollte aber niemand im Hotel. Uns war das recht.
Am Sonntagmorgen suchten wir ein Café auf. Dies erwies sich recht schwierig, da wir irgendwo im Ghetto waren, obwohl im Hotelbeschrieb “Lage Zentral” stand. Die Gegend war dreckig und verlassen. Hie und da kurfte ein altmodisches Tram um die Ecken. Die U-Bahn-Station war ausgestorben leer. Dank iPhone-Karte fanden wir durch das grässliche Quartier ins Zentrum und auch in ein Café. Die italienische Menukarte verstanden wir überhaupt nicht und bestellten einfach eine Cola bzw. eine heisse Schokolade und einen Toast. Die Cola und der Mini-Toast waren noch ok, aber die heisse Schokoloade konnte ich am besten Willen nicht trinken. Was bei uns eine heisse Milch mit Schoko-Pulver ist, ist in Italien pure Schokolade. Das ganze war so dickflüssig, dass der Löffel in der Tasse stand. Das war eher eine Schokoglasur, womit ich einen Kuchen hätte bestreichen können. Nach unserem “Frühstück” schlenderten wir durch etwas mehr belebte Einkaufsstrassen und standen plötzlich vor dem Dom. Doch es war kalt und neblig, die Stadt alles andere als charmant. So machten wir uns schnurstracks auf den Weg zurück ins Hotel und zum Auto.
Nur schnell weg von dieser grauenhaften verrückten Stadt! Auf nie mehr wiedersehen.
8. Januar 2010 um 00:36 Uhr
1. Dezember 2009 um 22:45 Uhr

Am Samstag war eines der grössten (und auch teuersten) Gayparties, des Jahres. Nach der White Party im Frühling nun die Black Party im Winter. Schwarzes Outfit war angesagt und eine lange Partynacht stand bevor.
Als ich zum Apéro bei Robert eintraf, kam es mir eher vor wie auf einer Schmink- und Styling-Party. Da war mein crazy Trio (Robert, Bruce und Stefano – bekannt aus Gran Canaria) wieder komplett. Dann waren aber nebst Robert noch vier weitere Liechtensteiner anwesend: Jürgen, Rubina, Judith, Christoph und Roland, ein Vorarlberger. Durch ihren Dialekt fühlte ich mich gleich wieder etwas mit meiner alten Heimat verbunden. Es wurde getrunken und vor den Spiegeln im Bad geschminkt – und wer es nicht im Griff hatte, durfte sich von Rubina schminken lassen (sie verpasste mir dunkle schwarze Ränder um die Augen). Einige hatten Glitzersteinchen im Gesicht, lange Augenwimpern oder gar blaue Haare – sehr kreativ und originell. Nach ein paar Gläsern Gin Tonic waren alle irgendwann mal fertig rausgeputzt und ready für die Party.
Es erwartete uns ein volles Volkshaus mit geilem Sound, süssen Jungs (und auch ein paar Mädels) mit noch ausgeflippteren Outfits und einigen Drinks. Ich sah bekannte Gesichter, lernte Leute vom Chat kennen oder quatschte beim anstehen auf dem Damen-Klo irgendwelche Leute an. Und mit dem crazy Trio und den Liechtensteiner hatte ich sowieso viel Spass! Die Party verging dementsprechend wie im Fluge und in den frühen Morgenstunden machten wir uns dann auf den Heimweg.
Eines ist schon klar: Wir werden uns an einer der nächsten Parties wiedersehen!
19. November 2009 um 23:12 Uhr

Vor ein paar Wochen hab ich von der Verwaltung ein Schreiben erhalten, dass die Badezimmer in der Siedlung sarniert werden. Ich war schon des öfteren verwundert, dass in dieser Neubausiedlung, die nun gut 6 Jahre alt ist, ständig etwas – auf Garantie – renoviert wird.
Gestern hat man nun mit den Arbeiten im Bade begonnen. Da nach dem ersten Tag nur ein paar Bodenplatten aufgeschnitten waren, konnte ich noch ein letztes Mal eine Dusche nehmen. Für die nächsten 7 bis 10 Tage werd ich nur das kleine WC mit Lavabo nutzen können. Duschen kann ich also nur im Fitness oder bei all den lieben Kollegen und Freunde, die mir im Facebook angeboten haben, bei Ihnen zu duschen oder gar zu baden.
Doch heute Abend der Schrecken: Einzelne Wandplatten und der ganze Fussboden wurden entfernt. Und weil man für den Gang ins Badezimmer durch das Schlafzimmer gehen muss, ist dieses trotz weissem Schutzteppich nun überzogen mit einer feinen Staubschicht. Auf dem Boden, auf den Möbeln, dem Bett, dem Computer… überall nur Staub. Bei der Verwaltung hab ich schon gestern per E-Mail eine Mietreduktion verlangt. Schliesslich kann ich das Bad nun einige Tage nicht nutzen. Da würden schon 10-15 % weniger Miete (runtergerechnet auf die Anzahl Tage) drinliegen, wie man mir auf Anfrage die K-Tipp-Rechtsberatung mitteilte. Die Hauswartin – mit der ich heute Abend telefonierte – meinte nun, dass eine Mietreduktion nicht möglich sei. Die Verwaltung könne nichts dafür, dass damals beim Bau geschlampt wurde. Bei ihr seien sogar Wandplättli vor der Renovation runtergefallen.
Dass beim Bau dieser Siedlung gepfuscht wurde, ist nichts neues. Bereits vor einigen Jahren musste nachträglich im Eingangsbereich ein Loch von 40 x 40 cm rausgebohrt werden, damit man Zugang zu gewissen Wasserleitungen hat. Diesen Sommer wurden zudem alle Fronten der Küchenkästchen und -Türchen ausgewechselt – immer alles auf Garantie. Und wie mir die Hauswartin mitteilte, würde auf gewissen Balkonen sogar Wasser durchsickern und auf den unteren Balkon tropfen. Und bei mir zu Hause hatte ich auch schon mal eine ganze Steckdose in der Hand, die nicht richtig in die Wand einmontiert war.
Einerseits ist es schon gut, dass die Verwaltung handelt und gut zu den neuen Wohnungen schaut. Andererseits ist es für uns Mieter solche Vorfälle schon etwas mühsam. Was kommt wohl als Nächstes? Der Parkettboden?
13. September 2009 um 00:23 Uhr
6. August 2009 um 21:57 Uhr
27. Juli 2009 um 00:31 Uhr
11. Juli 2009 um 21:27 Uhr
6. Juli 2009 um 20:15 Uhr