Jetzt sind auch schon 3 Wochen vergangen, seit ich in der Werbeagentur arbeite. In dieser Zeit hab ich mich schon recht gut eingelebt oder besser gesagt eingearbeitet. Die Arbeit macht mir richtig Spass und ist um einiges abwechslungsreicher als früher. Nach der ersten Woche war ich – wie einige wissen – bereits mit 4 Mitarbeitern in München an einer Schulung (für eine neue Software). Dieser Abstecher hat mir gut gefallen, auch wenn ich von der Stadt nicht viel gesehen hab – in erster Linie ging es ja um Weiterbildung. Ich hatte so aber auch die Gelegenheit, ein paar meiner neuen Mitarbeiter näher kennenzulernen.
Auch wenn ich den Draht noch nicht zu jedem Arbeitskollegen und jeder Arbeitskollegin (zweiteres hat es einige mehr) gefunden hab, muss ich doch sagen, dass ich in einer zukunftsorientierten Firma gelandet bin. Momentan seh ich Potenzial, mich hier weiterentwickeln zu können. Ich bin gespannt, was in den nächsten Wochen und Monaten noch auf mich zukommen wird.
In der letzten Oktoberwoche war ich wie das Jahr zuvor in Gran Canaria. Ich ging eigentlich mit den gleichen Erwartungen wie im Vorjahr auf die Insel: einfach nur relaxen, Sonne tanken, neue Leute kennenlernen. Mehr oder weniger ist dies auch eingetroffen. Nur bildete sich diesmal ein Grüppchen toller Jungs aus Deutschland und der Schweiz, mit denen ich die meiste Zeit zusammen war. Dieser Kern wurde unzertrennlich. Wir verstanden uns dermassen gut, dass wir tagsüber am Strand und Abends im Yumbo-Center immer zusammen unterwegs waren. So war es umso trauriger, als diese Ferien zu Ende gingen und wir uns wieder trennen mussten. Ich muss sagen, dass ich so einen innigen Zusammenhalt in einer Gruppe noch nie erlebt hatte.
An dieser Stelle Grüsse ich euch alle: Michael, Knut, Adrian, Arno, Ingo, Mädels on Tour (Gisela, Marianne, Chantal), Christoph, Ralf, die Sportglatzen (Andreas, Stefano), Urs, Markus, Harald und alle, die da waren…
Mit über 20 Freunden – einige gruselig geschminkt – hab ich am letzten Sonntag den Europa-Park besucht, der zur Zeit im Kürbisfieber steht:
über 150.000 Kürbisse, 2.000 Strohballen, 6.000 Maispflanzen, 5.000 Chrysanthemen und gespenstische Illuminationen sorgen für die richtige Halloweenstimmung
Richtig erschreckt haben wir uns im Gruselkeller “Tortuga – vergessene Piraten” mit Live-Akteuren unter dem Skandinavischen Themenbereich. Einige Impressionen von dem superschönen Gruseltag gibt es im folgenden Video (und auf den Bildern) zu sehen:
Einen richtigen goldenen Herbsttag hatten wir letzten Sonntag. Bei dem schönen Wetter musste man einfach raus. Und auch wenn ich zuvor noch bis spät in die Nacht ausging, entschied ich mich, mit Freunden eine kleine gemütliche Velotour zu machen. Von Zürich fuhren wir den Hügel rauf bis Urdorf und dann runter an die Limmat bis Kloster Fahr (den Ort kannte ich bisher nicht). Dort sassen wir gemütlich unter Bäumen, assen und tranken und hatten es lustig zusammen – wie es auch dieses Video zeigt. Der Limmat entlang fuhren wir dann zurück auf die Werdinsel, wo ich und Susann noch einen Sprung ins kühle Nass wagten.
Irgendwie bin ich noch gar nicht zu Hause heimgekommen. Gedanklich bin ich immer noch beim gestrigen Tag, einer der eindrücklichsten in meinem Leben. Ich hab Grenzen überschritten, die ich nicht für möglich gehalten hatte. Ich war an einem Feuerlauf.
Als ich Christian kennenlernte, hatte ich das erste Mal von einem Feuerlauf gehört, dass man Barfuss übers Feuer gehen würde. Vor ein paar Wochen überredete er mich, an einem dieser Feuerläufe teilzunehmen. Ich war neugierig dies mal mitzuerleben, aber auch sehr skeptisch. Würde dies nicht zu sehr ins Esoterische führen? Doch wenn ich nicht gehen würde, würde ich auch nie wissen, wie es ist.
So fuhr ich gestern mit gemischten Gefühlen mit Christian an dieses Seminar. Die anfängliche Skepsis verflog recht schnell und ich fühlte mich recht wohl in der Gruppe und dem Feuerlauftrainer. Ich durfte einen Tag erleben, an dem es nur um mich, um mich persönlich ging. Ich durfte erfahren, was Glück wirklich bedeutet und wer der wichtigste Mensch im Leben ist – ich selbst. Bei dieser mentalen Vorbereitung ging man nicht nur in sich rein, sondern feierte eine Party mit allen Teilnehmern: Lachen, Tanz und Jubelschreie gehörten dazu. Als wir Abends den gut 5 Meter langen Schitterhaufen aufbauten und anzündeten, wurde es mir schon etwas mulmig zumute. Ein paar Stunden später war der ganze Holzhaufen abgebrannt. In der Dunkelheit sah man nur noch die feuerrote Glut, über die wir gleich gehen würden. Und dann gings los. Mit einer Armbewegung in die Luft und dem persönlichen Wort wie z.B. “Yeah!”, “Power!” oder “Energie!” lief man über die Glut. Doch dann leerte der Trainer noch etwas Sprit nach. Über der Glut entfachten sich kleine Flammen. Und auch dies meisterten wir mit bravur, ohne jeglichen Schmerz, ohne Brandblasen. Ich ging mehrfach übers Feuer und konnte wie alle anderen rufen: Ich bin Feuerläufer!
Ich selbst kann es nicht erklären – und ich hab mir meine Fusssohlen heute morgen nochmals angeschaut – keine Spuren vom gestrigen Tag. Ich war Barfuss durchs Feuer gegangen, ohne die kleinste Verbrennung zuzuziehen. Der gestrige Tag hat mir gezeigt, dass wir Menschen Grenzen überschreiten können, die wir nicht für möglich halten. Für mich ist der Feuerlauf eine neue Lebenserfahrung.
Wen ich nun neugierig gemacht habe, kann sich gerne die Website vom Feuerlauf anschauen oder selbst mal teilnehmen:www.mentalfeuer.ch
Ja ich weiss, eigentlich hab ich den ganzen Sommer schon Ferien genug gehabt – 15 Wochen arbeitslos. Und jetzt beim Freelance-Job bin ich zwar 100% angestellt, arbeite aber (weil nicht viel Arbeit vorhanden ist) auch nur rund 40%. Und im Juni war ich auch 5 Tage in Sharm el Sheik.
Trotzdem möchte ich nochmals ans Meer (was ich mir bei dem sehr gut bezahlten Temporär-Job auch leisten kann). Bevor ich als den neuen Job am 1. November antrete, werde ich für 8 Tage nach Gran Canaria verreisen. Das letzte Jahr hab ich in guter Erinnerung, dass es mich wieder dorthin zieht. Nachdem ich vergeblich versuchte übers Internet und im Reisebüro zu buchen – alle Flüge bereits ausgebucht – konnte mir Roger (vielen Dank!), der mir auch schon die Sharm-el-Sheik-Reise ermöglicht hatte, ein tolles Angebot rausholen. Und auch wenn ich wieder alleine reise, so werd ich bestimmt nicht lange alleine sein. Hab jetzt schon 3 Kollegen gefunden (nicht die gleichen wie letztes Jahr), die zur gleichen Zeit dort sein werden.
Was Sexkrankheiten betrifft, bin ich seit diesem Vorfall sehr vorsichtig. So war ich letzte Woche bei meinem Hausarzt zu einer Routinekontrolle und soweit ist alles ok. Aber wieder einmal mehr führte er mir vor Augen, dass ich mir bei häufig wechselnden Sexpartnern sich holen kann. Die Safer-Sex-Regeln würden nur vor Aids schützen. Sein Rat: Ich soll mir doch wieder einen festen Partner zutun. Darauf lachte ich nur und schüttelte den Kopf. Auch wenn der Gedanke nicht schlecht ist, so hat sich bis jetzt meine Einstellung in diesem Punkt nicht geändert.
Wenn man ganz in der Nähe vom Letzigrund-Stadion wohnt wie ich, bekommt man nebst den Fussball-Matches auch Open-Air-Konzerte mit. Und so konnten ich und mein Nachbar (+ Kollege von ihm) das U2-Konzert gestern Abend nicht entgehen lassen. Auf dem Dach von unserem Wohnblock hatten wir eine fantastische Aussicht aufs Stadion. Dies war uns aber zu wenig. Deshalb versammelten wir uns kurz darauf mit anderen Zuschauern – die kein Ticket hatten – vor dem Letzigrund. Und auch wenn wir nicht im Stadion selbst sein konnten, erlebten wir das Konzert Live mit. Dank grossen Sceens konnten wir U2 so nicht nur hören, sondern auch sehen. Natürlich war die Atmosphäre im Stadion mit der gigantischen Bühne noch bombastischer. Aber wir konnten uns nicht beklagen, zumal wir keine Tickets hatten.
Hinweis: Wer das Konzert verpasst hat, kann es heute Abend (12.09.2010) nochmals Live miterleben. Dann tritt U2 das zweite Mal im Letzigrund auf. Wer spontan dabeisein will, schaut sich das Konzert vor dem Stadion an (wie wir) oder kauft ein Ticket, welche auf der Strasse vor dem Stadion verkauft werden.
Der Start zurück ins Berufsleben ist geglückt. Nach 15 Wochen Arbeitslosigkeit hab ich gestern den Temporär-Job angetreten. Die Arbeit macht mir mehr oder weniger Spass und das Team ist ganz nett. Zudem werde ich als Freelancer sehr gut entlöhnt, was meine Erwartungen deutlich übertrifft. Somit konnte ich mich beim RAV auch wieder abmelden. Und das ist mir mehr als recht.
Nur merke ich, dass mir die Tage plötzlich wieder viel zu schnell vorübergehen. Gestern und heute kam ich nach Hause und hab mich zuerst eine Stunde hingelegt, so kaputt bin ich von der Arbeit. Danach bin ich jeweils noch ins Krafttraining gegangen. Und jetzt muss ich schon bald wieder ins Bett, damit ich meine 6 bis 7 Stunden Schlaf bekomme. Die Zeit ist wieder viel wertvoller geworden. Nichts mehr mit rumtrödeln, der Tag muss geplant sein. Und falls in den nächsten Wochen bei der Arbeit Überstunden anfallen, wird für Freizeit nicht mehr viel Zeit übrig bleiben. Im richtigen Tagesrhythmus bin ich wieder. Nun hoffe ich, dass ich mich auch an den alten 24-Stunden-Tag schnell wieder gewöhne.