12. September 2010 um 13:34 Uhr
7. September 2010 um 21:51 Uhr
Der Start zurück ins Berufsleben ist geglückt. Nach 15 Wochen Arbeitslosigkeit hab ich gestern den Temporär-Job angetreten. Die Arbeit macht mir mehr oder weniger Spass und das Team ist ganz nett. Zudem werde ich als Freelancer sehr gut entlöhnt, was meine Erwartungen deutlich übertrifft. Somit konnte ich mich beim RAV auch wieder abmelden. Und das ist mir mehr als recht.
Nur merke ich, dass mir die Tage plötzlich wieder viel zu schnell vorübergehen. Gestern und heute kam ich nach Hause und hab mich zuerst eine Stunde hingelegt, so kaputt bin ich von der Arbeit. Danach bin ich jeweils noch ins Krafttraining gegangen. Und jetzt muss ich schon bald wieder ins Bett, damit ich meine 6 bis 7 Stunden Schlaf bekomme. Die Zeit ist wieder viel wertvoller geworden. Nichts mehr mit rumtrödeln, der Tag muss geplant sein. Und falls in den nächsten Wochen bei der Arbeit Überstunden anfallen, wird für Freizeit nicht mehr viel Zeit übrig bleiben. Im richtigen Tagesrhythmus bin ich wieder. Nun hoffe ich, dass ich mich auch an den alten 24-Stunden-Tag schnell wieder gewöhne.
5. September 2010 um 23:26 Uhr
Den Sonntag verbrachte ich in Buchs bei meiner Mutter gemütlich auf dem Balkon. Abends besuchten wir zusammen das GospelHouse, einen Jugendgottesdienst. Ich ging hin, weil mein Bruder in einer Band Frontmann ist. Mit Rockgitarre und Schlagzeug sangen sie Lieder zu Gott. Obwohl ich vor 15 Jahren auch einmal in so einer Jugendgruppe dabei war, empfand ich alles sehr fremd. Zudem war es nach der gestrigen sündigen Nacht das pure Gegenteil. Uff, das war nicht einfach. Dafür hat sich mein Bruder über meinen Besuch gefreut.
um 23:14 Uhr

Dieses Wochenende war in Berlin die Folsom, eines der grössten Treffs der Lederszene. Zwei Kollegen von mir gingen hin, für mich war es jedoch zu kurzfristig. Trotzdem durfte ich die Lederszene kennenlernen.
“Einen lustigen Abend”, wie Adi es nannte, verbrachte ich mit ihm im Fetisch-Club Rage, welchen ich vor einer Woche das erste Mal aufgesucht hatte. Nach Sportwear stand diese Nacht unter dem Motto X-treme Leather + Rubber. So hatte ich die Möglichkeit, mein neues Outfit, welches diese Woche für Aufsehen gesorgt hatte, zu tragen. Und es war total wild, geil und verrückt… oder eben lustig.
4. September 2010 um 21:56 Uhr

Es ist immer schön, wenn sich Freunde melden um zu fragen, ob man zusammen was unternehmen will. So fuhr ich am Samstag spontan mit Carsten im Mini-Cabrio nach Konstanz. Zusammen besuchten wir dort die Bodensee-Therme. Nach einem leckeren Mittagessen liessen wir es uns in den Sprudelbädern gut gehen und wagten auch noch einen Sprung in den See – wahrscheinlich eines der letzten in diesem Jahr.
um 01:42 Uhr

Durch speziell erlernte Handgriffe, Ziehen, Bewegung von Gelenkteilen, Dehn- und Entspannungstechniken bis hin zu komplexen Reflextherapien kann ein Chiropraktiker gegen Rückenprobleme vorgehen, so dass in vielen Fällen auf Medikamente und chirurgische Eingriffe verzichtet werden kann.
Da ich schon längere Zeit Probleme mit meinem Rücken habe (ich berichtete hier und hier), hab ich vor zwei Wochen so einen Arzt aufgesucht. Da bei mir in der Familie mein Vater Probleme mit den Bandscheiben hat, wollte ich das bei mir auch mal durchchecken. Fazit: mein Rücken hat eine leichte S-Form (von hinten gesehen, was weiter nichts schlimmes ist) und der Rückenmuskel ist etwas überbeansprucht bzw. verspannt. Die Bandscheiben sind aber vollkommen in Ordnung. Da ich in meinem Beruf viel sitze, ist Sport sehr wichtig. Und für das geh ich sehr oft ins Fitnesscenter. Aber auch dort muss ich auf die richtige Haltung des Rückens achten (so auch bei gewissen Übungen im Bodypump).
Mittlerweile war ich schon an einigen Sitzungen beim Chiropraktiker und meinem Rücken geht es immer besser. Ich denke lieber etwas vorbeugend und suche einen Arzt auf, als im Alter grössere Rückenprobleme zu bekommen.
P.S. Heisst es eigentlich Chiropraktiker oder Chiropraktor (hab beide Versionen schon gelesen)?
3. September 2010 um 12:21 Uhr
Es vergeht kaum eine Woche, in der ich nicht eine Freundschaftsanfrage bei Facebook bekomme. Oft sind Leute dabei, die ich gar nicht kenne. Wenn ich dessen Profile anschaue, haben wir vielleicht gemeinsame Freunde, mehr aber auch nicht. Nun ist mein Grundsatz bei Facebook: Ich bin nur mit Personen befreundet, die ich mindestens einmal im realen Leben getroffen und kennengelernt habe. Klar, ich schreib hier in meinem Blog auch sehr viel persönliches. Aber Facebook soll wirklich nur Freunden vorbehalten, wobei ich mich auch dort bei gewissen Personen frage, ob ich sie als “Freunde” bezeichnen kann – das wiederum ist eine Definitionssache. Also nicht böse sein, wenn eine Freundschaftsanfrage ignoriert wird.
2. September 2010 um 17:45 Uhr
28. August 2010 um 17:18 Uhr
um 14:47 Uhr

Der Regen prasselt heftig auf das kleine Vordach. Durch die dunkle Nacht nähern sich Männer, die das Gebäude betreten. Drinnen steht bei schummrigem Licht ein älterer Herr hinter Gitterstäben und verkauft Eintritttickets. Im Raum stehen Fässer. Durch eine grosse Tür, die sich auf beide Seite öffnet gelangt man in einen Vorraum mit Schliessfächern, durch eine weitere Doppeltür in einen grösseren Raum mit einer Bar. Hier stehen ein paar Typen rum, kaum jemand spricht. Über Boxen trönt Techno-Sound. Ein paar wenige sitzen an der Bar und trinken ein Bier. Neben einer Salontür sieht man durch eine Glasscheibe in einen weiteren dunklen Raum mit einer Lounge aus Lederpolstern, in dem geraucht wird. Ein Seitengang führt zu Pissoirs. Über Treppen gelangt man in eine untere Etage. Ein grosser Raum, der durch die Metallstangen etwas an eine Baustelle erinnert, leicht neblig. Hier hat es ebenfalls eine Bar. An Displays laufen überall Fetischpornos und der Barmann steht etwas gelangweilt rum. Wo sind all die Gäste? Durch ein Labyrinth von schwarzen Wänden gelangt man in weitere kleinere Räume, die zum Teil abschliessbar sind. In einem Raum befinden sich eine Art Hängematte – Sling genannt – in einem anderen ein Andreaskreuz mit Schnallen. In den Gängen brennt noch schummrigeres Licht als an den Bars und teilweise muss man sich bei den verwinkelten Durchgängen vortasten. Hier in den Gängen stehen einige Typen rum. Hinter einer Tür hört man ein stöhnen. Durch einen weiteren Gang gelangt man in einen grösseren, sehr dunklen Raum, in dem sich viele Männer aufhalten. Einige gehen zur Sache, andere beobachten nur. Es liegt ein ätzender Geruch von Poppers in der Luft. Zwei Stockwerke weiter oben ein ähnliches Bild. Jedoch gibt es hier eine Tür, die sich nur auf Knopfdruck öffnet. Nur im entsprechendem Outfit – je nach Abend variierend – bekommt man Einlass in den Sektor C. Hier befindet sich ebenfalls eine kleine Bar mit ein paar Hockern, einer Ledereckbank und Tischen. Die Wände sind mit Gitterstäben oder gar Käfigen geschmückt. Durch schwarze herunterhängende Lamellen gelangt man in ein ähnliches dunkles Labirinth wie im Untergeschoss. Nebst Slings und Andreaskreuz findet man in einem grossen Raum auch eine Art Zahnarztstuhl vor mit zwei Gabeln (für die Beine). Es ist düster und irgendwie fehlt hier nur noch Operationsbesteck, damit der Ort einem blutigen Horrorstreifen gleicht. Doch auch hier stehen Typen in den Gängen. Die einen knutschen rum, andere haben Oralsex. Weiter gehts in einen gekachelten Raum, der einem Badezimmer ähnlich ist. Hier steht eine grosse Badewanne (ohne irgendwelchen Wasseranschlüssen). Ein Ort, an dem in manchen Nächten gewisse Sexualpraktiken durchgeführt werden. Es folgen weitere kleinere abschliessbare Räume mit Gucklöchern und Gloryhols. Wo bin ich hier gelandet? Ich befinde mich in einem Cruise-Club auf 3 Etagen im Industrial Style, ich befinde mich in einem Gaysexclub, ich bin im Rage.
Eigentlich hatte ich schon seit Monaten davon gesprochen, diesen Club aufzusuchen, um zu sehen, was dort abgeht. Nachdem ich vor einer Woche die Schaumparty abgesagt hatte, ging ich letzte Nacht mit Martin – der stundenweise dort arbeitet – mit. Der Themen-Abend war Sportwear – und so waren auch alle wie Sportler gekleidet, ob in Adidas-Hosen oder kompletten Fussballdress. Schon von der Homepage wusste ich, dass es dort eher düster sein wird. Der Sound und die Atmosphäre an der Bar vermittelte aber ein anderes Bild. Wir tranken zuerst gemütlich ein Bier, danach zeigte mir Martin die Räumlichkeiten. Etwas schüchtern folgte ich ihm auf Schritt und Tritt. Dann traf ich sogar auf bekannte Gesichter. Einen hatte ich vor über einem Jahr in der Heldenbar kennengelernt. Er schleppte mich dann ab in die dunklen Gängen. Hier lernte ich Typen von einer anderen Seite her kennen… Erst in den frühen Morgenstunden traf ich wieder auf Martin, der sich auf den Heimweg machte. Ich trank an der Bar noch eine Cola und wartete, bis die Stunde rum war und der Shuttle-Bus fuhr. Doch soweit kam es nicht. Ich lernte ein Paar kennen, welches ich im BodyPump schon einige Male gesehen hatte. Dazu gesellte sich ein blonder muskulöser Kerl, der mir den ganzen Abend schon aufgefallen war. Zu viert verliessen wir dann auch den Club und fuhren mit dem Auto zum McDrive. Wir hatten es mega lustig zusammen. Und morgens um 5 Uhr hatte ich die 3 Jungs dann bei mir zu Hause, wo es nicht nur beim Hamburger und Pommes essen blieb…