Das Leben ist brutal

27. März 2010 um 04:14 Uhr

Das Leben ist manchmal so brutal. So gehöre ich zu den 7 Mitarbeiter, die gestern aus wirtschaftlichen Gründen eine Kündigung erhalten und in der Nacht darauf sagt mir mein Freund, dass er mit mir keine Beziehung mehr führen kann. Einfach brutal. Der Job schockt mich weniger, aber das Ende der Beziehung bricht mir mein Herz… einmal mehr. 

Gefühlsduselei

25. März 2010 um 22:15 Uhr

Manchmal kann ich unglaublich in einer Welt der Gefühlsduselei versinken. Wenn Unsicherheit und Ängste auftreten, leg ich schnell jedes Wort auf die Goldwaage. Jede Kleinigkeit, die mir negativ rüberkommt, kann mich kränken. Ich zieh mich dann zurück und mach mir Gedanken darüber. Ich merke bei einem Menschen schnell, wenn etwas nicht stimmt. Ist mir die Person wichtig, suche ich nach Antworten und Lösungen, will der Sache auf den Grund gehen. Aber manchmal gibt es nicht für alles eine Antwort. Trotzdem drehen sich die Gedanken dann immer wieder um das gleiche, obwohl ich das gar nicht möchte. Und dann versinke ich in meiner Gefühlsduselei und höre dabei Musik wie dieser Soundtrack:

In solchen Situationen kommt mir aber auch einen Bibelvers in den Sinn:

Werft all eure Sorgen auf ihn, denn er sorgt für euch.
1. Petrus, Kapitel 5, Vers 7

Autosalon Genf 2010

24. März 2010 um 00:39 Uhr

2010_03_08

Kürzlich hab ich geschrieben, dass ich wieder ein eigenes Auto haben möchte. Gründe für einen Autokauf hab ich schon vor einem Jahr aufgelistet. Letztes Jahr zählten nach dem Besuch im Autosalon in Paris der Renault Megane Coupé und der kleine Toyota IQ zu meinen Favoriten. Da ich mir nun mehr Gedanken mache, was es für ein Auto sein soll, bin ich zum Schluss gekommen, dass es ein sportlicher Kleinwagen sein soll. Nur leider sind diese sehr teuer. So gibt es den Ford Focus RS ab 56’000 Franken. Durch meinen Freund Fabian musste ich feststellen, dass die Fahrzeuge des amerikanischen Herstellers Chevrolet einiges günstiger sind. Seit ich nun bei meinem ersten Besuch am Autosalon in Genf einen sportlichen Wagen der Marke Chevrolet gesehen habe, kommt für mich nur dieser in Frage: Der Chevrolet Aveo RS. Zwar wird dieses Auto erst ab 2011 verkauft und der Preis ist noch unbekannt, aber bis dahin kann ich noch etwas sparen.

Vom Autosalon Genf hab ich einen zweiminütigen Videoclip mit (fast) allen Automodellen zusammengeschnitten:

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Wem das nun zu schnell war, kann eine Auswahl an Bilder in aller Ruhe anschauen:

Ich wünscht ich wär ein Vogel

22. März 2010 um 11:19 Uhr

Ich wünscht ich wär ein Vogel. Hoch auf einem Baum auf einem Hügel würde ich sitzen und über die Stadt herabblicken. Dann über Land und See fliegen, dabei tief die frische Luft einatmen und mich gleiten lassen, den Wind zwischen den Flügelspitzen spüren. Schwerelos. Dabei meine Gedanken schweifen lassen. Dabei alle Last abwerfen, Kummer und Sorgen. Der Sonne entgegenfliegen und immer die schönsten Orte bereisen. Wird es kalt und düster, flieg ich einfach weiter. Niemand kann mich aufhalten. Ich wünscht ich wär ein Vogel.

Schlittelplausch in Bergün

11. März 2010 um 00:31 Uhr

2010_02_28

Der Winter hält uns noch fest im Griff. Darum möchte ich ein paar Impressionen von unserem Schlitteltag in Bergün am letzten Februartag nicht vorenthalten. Acht junge Männer folgten dem Aufruf im Facebook. Sie alle wagten sich auf die rasante Schlittelpiste.

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Die wohl bekannteste Schlittelbahn Europas liegt im Graubünden. Mit dem Zug (RHB) fährt man von Begrün in 17 Minuten nach Preda (1789 m ü. M.). Von dort gehts auf der gesperrten Albula-Passstrasse 6 km hinunter wieder nach Begrün. Weitere Informationen gibts hier.

Mein Portemonnaie wurde geklaut – Was tun?

um 00:06 Uhr

Vorletzten Samstag wurde mir mein Portemonnaie aus dem abgeschlossenen Schrank in der Umkleidekabine des Fitnesscenters gestohlen. Ich war nicht das einzige Opfer. In den letzten Wochen und Monaten gab es mehrere Vorfälle. Wenn nur das Geld gestohlen wird, ist es halb so schlimm. Aber wenn das ganze Portemonnaie weg ist mit allen Kredit- und Bankkarten, ÖV-Abos, Identitätskarte oder Führerschein? Nach dem ersten Ärger beginnt nämlich eine riesen Prozedur:

18:00 Uhr:
Diebstahl bemerkt

18:15 Uhr:
1. Versuch, den Diebstahl melden: Polizeiposten Kreis 9 ist geschlossen

18:30 Uhr:
Telefon: Kreditkarte gesperrt (Ersatz 15 Fr.)

18:45 Uhr:
Telefon: Bankkarte gesperrt (Ersatz 15 Fr.)

19:00 Uhr:
Telefon: Mobility-Karte gesperrt (Ersatz: 25 Fr.)

19.15 Uhr:
2. Versuch, den Diebstahl telefonisch melden: Ist nicht möglich

19:30 Uhr:
Hauptbahnhof: Euros (Feriengeld) in Schweizer Franken wechseln (Gebühr: 4 Fr.)

19:45 Uhr:
Uhr: Billett-Schalter: Ohne Ausweis kein Ersatz von ÖV-Abos

20:00 Uhr:
3. Versuch auf dem Polizeiposten Kreis 4: Polizisten sind im Einsatz, keine Zeit für eine Diebstahlmeldung

20:15 Uhr:
4. Versuch auf dem Polizeiposten Kreis 1: Auch hier zuwenig Leute, keine Zeit

20:30 Uhr:
Burger King: Mit dem gewechselten Geld gibts was zum Znacht

21:15 Uhr:
5. Versuch auf dem Polizeiposten Kreis 5: Warten, dann wird meine Diebstahlmeldung aufgenommen

22:00 Uhr:
Hauptbahnhof: Dank Polizeirapport wird Halbtax- und ZVV-Abo erstattet (je 30 Fr.)

22:15 Uhr:
Mit provisorischen Abos auf dem Heimweg

Weiter gehts in der darauffolgenden Woche. Bargeld kann ich nur noch direkt am Bankschalter beziehen. Und ohne Ausweis krieg ich dort sowieso auch kein Geld. Und wenn man die Kontonummer nicht weiss, hat die Bank nochmals ein Problem, weil sie nicht mit anderen Filialen zusammenarbeiten. Also ist ein Telefonanruf an die Bank im Glarnerland nötig, damit die gleiche (!) Bank in Zürich Geld ausgeben kann. Und dieses Geld geht gleich wieder weg: Eine neue Identitätskarte muss ich auf dem Kreisbüro bestellen und die 70 Fr. sofort bezahlen. Natürlich braucht es zur ID und zum Führerausweis (Ersatz 35 Fr.) – dessen Formular ich im Web finde und ausdrucken kann – ein Passfoto. Also einen Passfoto-Automaten aufsuchen und 4 Verbrecherföteli (so sehen sie aus) für 4 Fr. schiessen. Dann hab ich ein Mobility-Auto reserviert. Doch ohne Karte, kein Auto. Also dem Kundendienst anrufen, neue Karte bestellen. Nun dauert es aber länger, bis die neue Karte eintrifft. Also eine Übergangskarte gleich mitbestellen. Am Tag der Autoreservation Mittags nach Hause eilen, um die Karte im Briefkasten vorzufinden um abends das Auto nutzen zu können. Die ID wird eingeschrieben zugestellt, also nochmals einen Weg zur Post einrechnen (da ich tagsüber im Büro bin und nicht zu Hause rumsitze, bis der Pöstler kommt). Während der Woche trudeln dann auch die ersten Ersatzkarten per Post ein. Und im Globus (oder wars Jelmoli?) finde ich das gleiche Leder-Portemonnaie wieder für 100 Fr. Und wenn ich nun alle Kosten zusammenrechne, komme ich auf über 300 Fr. – Abzug 200 Fr. Selbstbehalt wird die Versicherung maximal 100 Fr. bezahlen (Bargeld wird dabei nicht ersetzt). – Ach ja, eine Karte wurde kostenlos in zweifacher (!) Ausführung mit neuer Kontonummer ersetzt: Die Coop Supercard. Vielen Dank.

Das richtige Mittelmass

5. März 2010 um 08:03 Uhr

Wie oft soll man sich sehen? Eine Frage, die sich Pärchen in einer Beziehung immer mal wieder stellen.

Am Anfang kann man sich nicht oft genug sehen, am liebsten jeden Tag. Man ist unzertrennlich und geniesst jeden Augenblick in vollen Zügen. Es ist nicht immer einfach, Job und privates unter einen Hut zu bringen. Doch irgendwie klappt es immer. Leider muss man aber auch in gewissen Bereichen zurückschrauben, Hobbies und Freundeskreis werden reduziert. Was ist aber, wenn man so viel um die Ohren hat und sich das negativ auf die Partnerschaft auswirkt? Wenn der Partner zwar da ist, aber plötzlich weniger wahrgenommen wird? Was ist, wenn sich der eine nur noch über den Partner aufregt in allem seinem Tun? Der eine oder andere könnte darunter leiden, da diese Harmonie auf einmal fehlt, die am Anfang so intensiv war.

Weniger ist mehr – so heisst es doch. Ich denke, dass dies auch in einer Beziehung so ist. Wenn man sich weniger sieht, schätzt man die gemeinsamen Stunden wieder viel mehr. Denn erst dann lernt man zu schätzen, was man eigentlich voneinander hat. So lange man getrennt wohnt, ist das nicht so schwer. Hat man aber eine Wohnung zusammen, wird es schwieriger, sich zurückziehen zu können. Trotzdem – ob nun zusammen unter einem Dach oder nicht – Freiraum braucht es in jeder Beziehung. Ich denke, dass nur so eine Partnerschaft lange anhält bzw. die Intensivität nicht verliert.

Es kann natürlich auch andersrum sein, dass man den Partner zu wenig sieht, vielleicht weil man zu weit auseinander wohnt. In beiden Fällen wird der eine oder andere denken, dass man sich dadurch auseinander lebt. Das muss und sollte aber nicht passieren. Man sollte in jeder Beziehung – ob nah oder auf Distanz – das richtige Mittelmass finden.