Das richtige Mittelmass

5. März 2010 um 08:03 Uhr

Wie oft soll man sich sehen? Eine Frage, die sich Pärchen in einer Beziehung immer mal wieder stellen.

Am Anfang kann man sich nicht oft genug sehen, am liebsten jeden Tag. Man ist unzertrennlich und genießt jeden Augenblick in vollen Zügen. Es ist nicht immer einfach, Job und privates unter einen Hut zu bringen. Doch irgendwie klappt es immer. Leider muss man aber auch in gewissen Bereichen zurückschrauben, Hobbies und Freundeskreis werden reduziert. Was ist aber, wenn man so viel um die Ohren hat und sich das negativ auf die Partnerschaft auswirkt? Wenn der Partner zwar da ist, aber plötzlich weniger wahrgenommen wird? Was ist, wenn sich der eine nur noch über deb Partner aufregt in allem seinem Tun? Der eine oder andere könnte darunter leiden, da diese Harmonie auf einmal fehlt, die am Anfang so intensiv war.

Weniger ist mehr – so heißt es doch. Ich denke, dass dies auch in einer Beziehung so ist. Wenn man sich weniger sieht, schätzt man die gemeinsamen Stunden wieder viel mehr. Denn erst dann lernt man zu schätzen, was man eigentlich am Partner hat. So lange man getrennt wohnt, ist das nicht so schwer. Hat man aber eine Wohnung zusammen, wird es schwieriger, sich zurückziehen zu können. Trotzdem – ob nun zusammen unter einem Dach oder nicht – Freiraum braucht es in jeder Beziehung. Ich denke, dass nur so eine Partnerschaft lange anhält bzw. die Intensivität nicht verliert.

Es kann natürlich auch andersrum sein, dass man den Partner zu wenig sieht, vielleicht weil man zu weit auseinander wohnt. In beiden Fällen wird der eine oder andere denken, dass man sich dadurch auseinander lebt. Das muss und sollte aber nicht passieren. Man sollte in jeder Beziehung – ob nah oder auf Distanz – das richtige Mittelmass finden. 

HIV-positiv in einer treuen Partnerschaft

8. Februar 2010 um 22:56 Uhr

Über das Thema Aids weiss jeder Hinterletzte Bescheid und ist über die Safer-Sex-Regeln informiert. Trotzdem gibt es immer wieder Neuinfiszierte, die den tödlichen Virus mit sich tragen. Doch wer kennt schon jemanden, der oder die HIV-positiv ist? Wohl die wenigsten.

Verhütung ist das oberste Gesetz. Doch in einer Partnerschaft kann das anders aussehen. Wenn sich zwei Menschen lieben und sich die Treue geschworen haben, verzichtet man schnell auf irgendwelche Verhütungsmittel. Doch dann muss das gegenseitige Vertrauen 100 Prozent da sein. Eine Sicherheit oder Bestätigung bietet ein Aids-Test, den man nach einer dreimonatigen treuen Partnerschaft machen kann.

Nach den Vorfällen mit Chlamydien bin ich schon recht gut über das Thema Geschlechtskrankheiten sensibilisiert. Doch letzte Woche hat mir eine Person – die ich gut kenne – mitgeteilt, dass sie und ihr Partner sich mit dem tödlichen Virus angesteckt haben. Im ersten Moment bin ich schockiert gewesen. Wie kann das passieren? Sind sie sich untreu gewesen? Haben sie sich vor ihrem Kennenlernen bereits angesteckt? Wer hat wen angesteckt? Fragen, auf die man keine Antwort weiss. Schuldzuweisungen bringen sie nicht weiter. Sie müssen sich eher die Frage stellen: Wie gehen wir damit um, HIV-Positiv zu sein?

Seit ich nun eine betroffene Person kenne, sehe ich das Thema Aids von einer etwas anderen Seite. Es wird mir noch bewusster, wie gefährlich ungeschützer Sex sein kann bzw. wie wichtig eine treue Partnerschaft ist. Wie wichtig Ehrlichkeit in einer Partnerschaft ist, hab ich hier bereits einmal geschrieben.

Privatsphäre

15. Dezember 2009 um 01:22 Uhr

So offen über sein eigenes Leben zu schreiben ist nicht immer gut. Schon vor über einem Jahr hab ich viele Beiträge mit Passwort geschützt, die nur von guten Kollegen und Freunden gelesen werden können. Mittlerweile hab ich aber gemerkt, dass auch das nicht immer gut ist. Man muss nicht alles über mein Leben wissen, schliesslich ist vieles sehr persönlich. Von “Toll, was du da machst” bis “Ich würde niemals so viel von mir preisgeben”, “Ich bin enttäsucht von Dir…” oder “Hier hab ich die Antworten auf meine Fragen gefunden” gab es schon die unterschiedlichsten Reaktionen von Personen, die meinen Blog gelesen haben. Darum werde ich hier auch im privaten Bereich nicht mehr alles ausplaudern.

Offene Partnerschaft

16. November 2009 um 00:27 Uhr

Eigentlich ist es deprimierend, aber ich hab mich daran gewöhnt: In letzter Zeit lern ich immer wieder Männer kennen, die mir sehr sympatisch sind und zudem noch gut aussehen. Aber dann erfahre ich, dass sie einen Freund haben. Klar, ich bin jetzt nicht auf der Suche nach einer Beziehung und momentan geniesse ich das Ansehen, dass ich als Single habe. Zudem kann ich tun und lassen, was ich will. Aber trotzdem überleg ich bei einem Date schon immer kurz, ob diese Person zu mir passen könnte oder nicht.

Ich hab gemerkt, dass viele gutaussehnde Männer um die 30 in einer Beziehung leben – sehr oft in einer offenen Beziehung. Das scheint unter Schwulen sehr im Trend zu sein (oder ist das bei Heteros auch so?). Man hat zwar einen Freund, kann aber ausserhalb der Beziehung Sex mit anderen haben. Für mich kam diese Option bisher nie in Frage: Entweder hat man eine treue Beziehung oder man lässt es ganz bleiben. Aber vielleicht kann sich diese Einstellung ändern, wenn man schon lange Zeit zusammen ist. Aber dadrüber muss ich mir momentan zum Glück keine Gedanken machen.

Vermisst: Sonne

18. Oktober 2009 um 13:45 Uhr

Dass ich den Sandstrand, das Meer und die braungebrannten Jungs vermissen würde, wär ja noch gegangen. Aber nun muss ich sogar auf die Sonne verzichten.

Nachdem ich nun nach der zweiten Nacht verschwitzt aufwache (wieso auch immer), schaue ich aus dem Fenster und sehe immer das gleiche Bild: goldig-gelb-rot-braune Laubbäume, grau in grau mit Regen. Das Fenster mach ich schon gar nicht auf, denn ich möchte nicht wissen, wie eisigkalt es heute wieder ist. Dass ich so lange brauche, mich hier wieder anzuklimatisieren, hätte ich nicht gedacht. Wenn wenigstens die Sonne scheinen würde, dann hätte ich heute wenigstens einen schönen Herbsttag erleben können. Auch wenn ich mich noch nicht auf die Arbeit nächste Woche freue – gedanklich bin ich ganz woanders – so werd ich wenigstens von den Schneeschaufeln Weihnachtsbeleuchtungen und Christbaumständern abgelenkt, die schön gelayoutet werden sollten. Wobei ich mich gerade Frage, ob dann die nächste Kriese bei mir kommt, wenn ich all das Winter- und Weihnachtszeugs sehe…?

Allein verreisen?

24. September 2009 um 15:48 Uhr

Nach 2 Jahren will ich einfach mal wieder ans Meer etwas Sonne tanken. Mit Roland hab ich damals einige ferne Länder bereist. Aber als Single ist es schwieriger jemanden zu finden, der mitkommen würde. Und wenn alle Freunde absagen, spielt man schon mit dem Gedanken, einfach alleine zu verreisen.

Ein Kollege war vor einer Woche auf Gran Canaria – alleine. Ein weiterer Kollege geht nun nächste Woche auch dorthin. Hätte ich dies eher gewusst, hätte ich mit einem der beiden mitgehen können. Ich war vor ziemlich genau 10 Jahren auf dieser kanarischen Insel, die nebst Mykonos sehr schwulenfreundlich ist. Also warum doch nicht alleine verreisen und vor Ort neue Kontakte knüpfen? Vorgestern hab ich über Kontaktanzeigen im Gayromeo-Chat ein paar Jungs aus Deutschland, Österreich und der Schweiz angeschrieben, die ebenfalls zur gleichen Zeit (zum Teil auch alleine) auf der Insel sind. Und heute schreib ich im Chat das erste Mal mit einem 29-jährigen Studenten aus Zürich, der sofort mit mir mitkommen würde. Da bleibt jedoch ein gewisses Risiko, wenn man die Person nicht kennt. Dann doch lieber alleine verreisen? Ich werd ihn morgen zu einem Drink treffen und dann weiterschauen. Gebucht wird sowieso, ob alleine oder für zwei.

Geschützt: Tränen in den Augen

27. August 2009 um 12:56 Uhr

Dieser Artikel ist durch ein Passwort geschützt.
Um ihn anzusehen, trage es bitte hier ein:


Kategorie gedacht gehört | Auch die Kommentare sind durch das Passwort geschützt.

Willkommen Zukunft

23. August 2009 um 23:39 Uhr

2009_08_23
Vergrössern: Bild anklicken

Manchmal wird mir bewusst, wie sehr wir bereits in der Zukunft leben. Heutzutage kann man das Leben von anderen auf Schritt und Tritt mitverfolgen: Ob in einem Blog wie diesem, über Facebook-Statusmeldungen oder Twitter. Man weiss, wenn der Kollege Beziehungsprobleme hat, man weiss, wenn ein Freund auf einer Wanderung ist, man weiss, wann und wo sich Arbeitskollegen volllaufen lassen. Man ist einfach über alles informiert, zu jeder Zeit an jedem Ort. Privatsphäre gibt es kaum noch. Google Street View schafft nun auch Einblicke in die eigene Wohngegend. Bis zur Haustür ist alles bildlich festgehalten. Totale Überwachung? Vor 20 Jahren hat man skeptisch oder gar ängstlich solchen Entwicklungen entgegengeschaut. Und heute? – Ganz normal! “Big Brother is Watching you” ist längst alltäglicher Alltag.

Geschützt: Rote Rosen

um 12:15 Uhr

Dieser Artikel ist durch ein Passwort geschützt.
Um ihn anzusehen, trage es bitte hier ein:


Kategorie gedacht | Auch die Kommentare sind durch das Passwort geschützt.

Geschützt: 1 Schritt vor, 2 Schritte zurück

19. August 2009 um 22:12 Uhr

Dieser Artikel ist durch ein Passwort geschützt.
Um ihn anzusehen, trage es bitte hier ein:


Kategorie gedacht | Auch die Kommentare sind durch das Passwort geschützt.