14. Ferienwoche

23. August 2010 um 15:20 Uhr

Nach dem Familientreffen gestern war ich nochmals auf der Werdinsel. Es waren so viele Leute dort wie ich noch nie gesehen hatte. Alle gingen davon aus, dass es der letzte Sommertag in diesem Jahr sein soll. Ich hoffe dies natürlich nicht. Und die Wetterprognosen – auf die seit kurzem nicht mehr gross setze – sehen nicht schlecht aus.

Der heutige Tag zeigte sich mehr wolkenverhangen. Ich hing zu Hause rum und dachte, dass es gar nicht so schlecht ist, wenn ich in zwei Wochen wieder zu arbeiten beginne. Hierzu muss ich sagen, dass ich einen Temporärjob gefunden habe, bevors am 1. November richtig losgeht. Drei Monate “Ferien” sind langsam genung, vorallem wenn sich der Sommer langsam verabschiedet. Es wird langweilig – so hab ich das heute im Facebook gepostet. Prompt kamen einige Vorschläge. Jetzt kann es mir gar nicht mehr langweilig werden.
:-)

Freunde wichtiger als Beziehungspartner

um 00:41 Uhr

Vor über einem Jahr schrieb ich hier, wieviele Schwule Angst vor einer Beziehung haben und meinte sarkastisch, dass man sich für jedes Hobby einen Freund/Kollegen zulegen soll.

Mittlerweile muss ich feststellen, dass ich dies wirklich in die Tat umgesetzt habe. Und ehrlich gesagt find ich dies sogar sehr gut. Aber es sind nicht einfach irgendwelche Hobby-Freunde. Für mich sind meine Freunde eine Bereicherung und haben in den letzten Monaten einen hohen Stellenwert bekommen. Vor nicht allzulanger Zeit hab ich ein SMS im Stil von Schön, dass es dich gibt erhalten. Das zeigt mir, wer ein echter Freund ist. Und wenn die Freunde auch Freunde von Freunden sind, dann entsteht ein echt guter Zusammenhalt, wie eine Clique. Für gewisse Leserinnen oder Leser dieses Blogs ist so etwas vielleicht das normalste der Welt. Ich hatte dies aber vorher noch nie.

Die vergangene Woche hab ich viel Zeit mit einem meiner Freunde verbracht. Und da kam schon auch mal der Gedanke bei mir auf, wie es wohl wäre, wieder einen festen Freund zu haben. Dann hör ich aber über Beziehungsprobleme oder Weiss nicht, woran ich bin-Geschichten und komm dann zum Entschluss, dass es doch gut ist, wie es jetzt ist.

Auf in die 3. Runde

13. Juli 2010 um 02:22 Uhr

Mit 329 Beiträge, 214 Kommentare starte ich ins 3. Jahr von diesem Blog. Während den letzen Wochen hab ich den Sommer genossen (und daher auch etwas weniger gebloggt). Meinen 32. durfte ich im Kreise vieler Freunde feiern. Und mein Blogtitel bestätigt sich weiterhin: Die 30er sind die besten Jahre! Auf in ein weiteres spannendes Jahr!

Ein Leben ohne Arbeit

1. Juni 2010 um 13:32 Uhr

Diesen Artikel hab ich am 5. Februrar dieses Jahres begonnen zu schreiben. Damals war ich noch angestellt und ahnte nicht, dass ich 4 Monate später in dieser Situation – ein Leben ohne Arbeit – sein werde. Nur: Ohne Arbeit, weniger Geld (zum Glück gibt es das RAV und die Arbeitslosenkasse, wo ich mich sofort angemeldet hatte). Nachdem ich so nah dran war, einen Job zu bekommen, hat es schlussendlich doch nicht geklappt. Ich bin weiterhin auf Jobsuche. Trotzdem will ich mich jetzt nicht für jede Stelle bewerben. Mein Traumjob könnte ich in einer Werbeagentur finden, weil ich diesen Bereich der grafischen Branche noch nicht kenne. Nach der Kündigung Ende März war ich sehr zuversichtlich, dass ich nahtlos eine neue Stelle antreten werde. Doch leider hat es nicht geklappt. Der Gedanke, einfach mal einen Monat lang den Sommer zu geniessen ist nicht schlecht. Doch was ist, wenn es zwei, drei oder noch mehr Monate werden? Was ist, wenn der ganze Sommer so verregnet ist? Irgendwann wirds langweilig, nicht zu arbeiten. Und ich hab das Gefühl, dass es auch immer schwieriger werden wird, einen geeigneten Job zu finden. Aber ich lasse mich keineswegs entmutigen und bewerbe mich weiterhin.

Beitrag, den ich am 5. Februrar 2010 schrieb (aber bisher nicht veröffentlichte):
Menschen werden beschäftigt. Ihr ganzes Leben lang. Zuerst lernen Sie als Babys vieles von Ihren Eltern, dann gehen sie zur Schule und später zur Arbeit. Warum arbeitet man? Um Geld zu verdienen, um Steuern zu bezahlen, um zu leben? Ohne Arbeit kann man zwar leben, aber sehr bescheiden. Man arbeitet fast das ganze Leben. Einige eifern ihrer Karriere entgegen, anderearbeiten aufs Wochenende hin. Die Arbeit kann ein Krampf sein. Das beginnt schon morgens, wenn man aufstehen muss, obwohl man müde ist. Man nervt sich über Öv’s, wenn der Arbeitsweg plötzlich länger ist. Manchmal ist man müde und man könnte am Arbeitsplatz fast einschlafen. Aber es muss weitergehen. Man muss arbeiten – über 8 Stunden am Tag (die einen mehr, die anderen weniger). Wie wäre ein Leben ohne Arbeit? Ein Leben, in dem Geld keine wichtige Rolle spielt? Könnte man so ein Leben sinnvoller gestalten oder würde es langweilig werden? Ein steht fest: Ich werde noch über 30 Jahre arbeiten müssen. Und das ist noch ziemlich lange…

Job – Leider nein

26. Mai 2010 um 01:24 Uhr

Ende März hab ich mir noch gesagt, dass ich leicht einen neuen Job finden werde, der mir gefällt. Trotzdem meldete ich mich beim RAV an. Nun ist es Ende Mai und ich stehe immer noch ohne neuen Job da. Zu sehr war ich guter Hoffnung, dass es mit diesem Stellenangebot klappt. So hab ich mich in den letzten Wochen auch nicht mehr für andere Jobs beworben. Wieder mache ich die Erfahrung, dass es doch nicht so einfach ist, eine neue Stelle zu finden, auch wenn ich bei einer Absage immer wieder hören muss, dass ich mit meinen Qualifikationen leicht etwas finden werde. So leicht ist es aber in der heutigen Arbeitswelt nicht mehr. Doch ich werd nicht aufgeben und meine Bewerbungen intensivieren. Irgendwann wird es klappen. Und dazwischen versuch ich die Gelegenheit zu nutzen, auch den Sommer etwas zu geniessen.

Geschützt: Nur alleine glücklich – wirklich?

15. Mai 2010 um 00:30 Uhr

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Nur alleine glücklich

14. Mai 2010 um 00:57 Uhr

Dass Liebe und Schmerz ganz nah beinander liegen, hab ich hier kürzlich geschrieben. Ist man alleine, wünscht man sich jemanden auf seiner Seite. Hat man jemanden, muss man damit rechnen, früher oder später verletzt zu werden.

Ich bin zum Schluss gekommen, dass das Leben in diesem Punkt einfach beschissen ist und man sich damit abfinden muss. Man muss lernen, für immer alleine zu bleiben. So hat mir jemand kürzlich geschrieben: “Man wird alleine geboren und man stirbt alleine”. Alles andere ist eine Illusion, was nur für einen Augenblick hinhält und früher oder später brutal zerstört wird. Man muss lernen, dies realistisch zu sehen, auch wenn man sich was anderes wünscht. Nach etlichen Beziehungen (und was ich in meinem Umkreis so sehe) hab ich mich damit abgefunden, dass es wohl so sein muss, auch wenn es traurig ist: nur alleine kann man glücklich sein.

Aus der Qualm

10. Mai 2010 um 21:20 Uhr

Vorletzten Sonntagmorgen war ich beim Bäcker, der auch ein Cafe führt. Ich war erstaunt, wieviele Leute trotz Regen und kühlen Temperaturen draussen sassen. Erst dann wurde mir klar: Seit 1. Mai haben wir in Zürich Rauchverbot! Viel Tam-Tam wurde darum gemacht, ob und wie man das Rauchverbot umsetzen kann.

Vorgestern war ich nun seit der Einführung das erste Mal an einer Party und in einem Club. Der prognostizierte Gestank nach Schweiss und Alkohol blieb fern. Vielleicht liegt es daran, dass Schwule mehr auf ein gepflegtes Erscheinungsbild schauen? Obwohl, beim tanzen sind viele ins Schwitzen gekommen. Auf jeden Fall war es richtig angehm, das erste Mal im Leben ohne Qualm abzufeiern. Die Raucher mussten zwar vor die Tür. Aber ich konnte deswegen keinen fluchen hören. Trotzdem entdeckte ich beim Tanzen den einen oder anderen, der heimlich gebückt ein paar Züge seiner Zigarette nahm. Nichts desto trotz fand ich es toll, nach einer Partynacht nicht verqualmt nach Hause zu kommen. Und auch meine Kontaktlinsen hatten ihre Freude daran: keine brennenden Augen mehr. Also auf zur nächsten Party!

Liebe und Schmerz

4. Mai 2010 um 00:33 Uhr

Was eine rote Rose für mich bedeutet, hab ich bereits hier schon einmal geschrieben. So schön die Blüten dieser Blume sind, so hat sie auch was unschönes an sich: ihre Stacheln. Darum bin ich vorsichtiger geworden. Denn in der Liebe kann es genauso sein: Der Schmerz liegt ganz nah daneben…

Mad World

11. April 2010 um 13:58 Uhr

Die Welt ist verrückt, das Leben ist verrückt. Warum muss immer alles so kompliziert sein?