Schlittelplausch in Bergün

11. März 2010 um 00:31 Uhr

2010_02_28

Der Winter hält uns noch fest im Griff. Darum möchte ich ein paar Impressionen von unserem Schlitteltag in Bergün am letzten Februartag nicht vorenthalten. Acht junge Männer folgten dem Aufruf im Facebook. Sie alle wagten sich auf die rasante Schlittelpiste.

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Die wohl bekannteste Schlittelbahn Europas liegt im Graubünden. Mit dem Zug (RHB) fährt man von Begrün in 17 Minuten nach Preda (1789 m ü. M.). Von dort gehts auf der gesperrten Albula-Passstrasse 6 km hinunter wieder nach Begrün. Weitere Informationen gibts hier.

Mein Portemonnaie wurde geklaut – Was tun?

um 00:06 Uhr

Vorletzten Samstag wurde mir mein Portemonnaie aus dem abgeschlossenen Schrank in der Umkleidekabine des Fitnesscenters gestohlen. Ich war nicht das einzige Opfer. In den letzten Wochen und Monaten gab es mehrere Vorfälle. Wenn nur das Geld gestohlen wird, ist es halb so schlimm. Aber wenn das ganze Portemonnaie weg ist mit allen Kredit- und Bankkarten, ÖV-Abos, Identitätskarte oder Führerschein? Nach dem ersten Ärger beginnt nämlich eine riesen Prozedur:

18:00 Uhr:
Diebstahl bemerkt

18:15 Uhr:
1. Versuch, den Diebstahl melden: Polizeiposten Kreis 9 ist geschlossen

18:30 Uhr:
Telefon: Kreditkarte gesperrt (Ersatz 15 Fr.)

18:45 Uhr:
Telefon: Bankkarte gesperrt (Ersatz 15 Fr.)

19:00 Uhr:
Telefon: Mobility-Karte gesperrt (Ersatz: 25 Fr.)

19.15 Uhr:
2. Versuch, den Diebstahl telefonisch melden: Ist nicht möglich

19:30 Uhr:
Hauptbahnhof: Euros (Feriengeld) in Schweizer Franken wechseln (Gebühr: 4 Fr.)

19:45 Uhr:
Uhr: Billett-Schalter: Ohne Ausweis kein Ersatz von ÖV-Abos

20:00 Uhr:
3. Versuch auf dem Polizeiposten Kreis 4: Polizisten sind im Einsatz, keine Zeit für eine Diebstahlmeldung

20:15 Uhr:
4. Versuch auf dem Polizeiposten Kreis 1: Auch hier zuwenig Leute, keine Zeit

20:30 Uhr:
Burger King: Mit dem gewechselten Geld gibts was zum Znacht

21:15 Uhr:
5. Versuch auf dem Polizeiposten Kreis 5: Warten, dann wird meine Diebstahlmeldung aufgenommen

22:00 Uhr:
Hauptbahnhof: Dank Polizeirapport wird Halbtax- und ZVV-Abo erstattet (je 30 Fr.)

22:15 Uhr:
Mit provisorischen Abos auf dem Heimweg

Weiter gehts in der darauffolgenden Woche. Bargeld kann ich nur noch direkt am Bankschalter beziehen. Und ohne Ausweis krieg ich dort sowieso auch kein Geld. Und wenn man die Kontonummer nicht weiss, hat die Bank nochmals ein Problem, weil sie nicht mit anderen Filialen zusammenarbeiten. Also ist ein Telefonanruf an die Bank im Glarnerland nötig, damit die gleiche (!) Bank in Zürich Geld ausgeben kann. Und dieses Geld geht gleich wieder weg: Eine neue Identitätskarte muss ich auf dem Kreisbüro bestellen und die 70 Fr. sofort bezahlen. Natürlich braucht es zur ID und zum Führerausweis (Ersatz 35 Fr.) – dessen Formular ich im Web finde und ausdrucken kann – ein Passfoto. Also einen Passfoto-Automaten aufsuchen und 4 Verbrecherföteli (so sehen sie aus) für 4 Fr. schiessen. Dann hab ich ein Mobility-Auto reserviert. Doch ohne Karte, kein Auto. Also dem Kundendienst anrufen, neue Karte bestellen. Nun dauert es aber länger, bis die neue Karte eintrifft. Also eine Übergangskarte gleich mitbestellen. Am Tag der Autoreservation Mittags nach Hause eilen, um die Karte im Briefkasten vorzufinden um abends das Auto nutzen zu können. Die ID wird eingeschrieben zugestellt, also nochmals einen Weg zur Post einrechnen (da ich tagsüber im Büro bin und nicht zu Hause rumsitze, bis der Pöstler kommt). Während der Woche trudeln dann auch die ersten Ersatzkarten per Post ein. Und im Globus (oder wars Jelmoli?) finde ich das gleiche Leder-Portemonnaie wieder für 100 Fr. Und wenn ich nun alle Kosten zusammenrechne, komme ich auf über 300 Fr. – Abzug 200 Fr. Selbstbehalt wird die Versicherung maximal 100 Fr. bezahlen (Bargeld wird dabei nicht ersetzt). – Ach ja, eine Karte wurde kostenlos in zweifacher (!) Ausführung mit neuer Kontonummer ersetzt: Die Coop Supercard. Vielen Dank.

Das richtige Mittelmass

5. März 2010 um 08:03 Uhr

Wie oft soll man sich sehen? Eine Frage, die sich Pärchen in einer Beziehung immer mal wieder stellen.

Am Anfang kann man sich nicht oft genug sehen, am liebsten jeden Tag. Man ist unzertrennlich und geniesst jeden Augenblick in vollen Zügen. Es ist nicht immer einfach, Job und privates unter einen Hut zu bringen. Doch irgendwie klappt es immer. Leider muss man aber auch in gewissen Bereichen zurückschrauben, Hobbies und Freundeskreis werden reduziert. Was ist aber, wenn man so viel um die Ohren hat und sich das negativ auf die Partnerschaft auswirkt? Wenn der Partner zwar da ist, aber plötzlich weniger wahrgenommen wird? Was ist, wenn sich der eine nur noch über den Partner aufregt in allem seinem Tun? Der eine oder andere könnte darunter leiden, da diese Harmonie auf einmal fehlt, die am Anfang so intensiv war.

Weniger ist mehr – so heisst es doch. Ich denke, dass dies auch in einer Beziehung so ist. Wenn man sich weniger sieht, schätzt man die gemeinsamen Stunden wieder viel mehr. Denn erst dann lernt man zu schätzen, was man eigentlich voneinander hat. So lange man getrennt wohnt, ist das nicht so schwer. Hat man aber eine Wohnung zusammen, wird es schwieriger, sich zurückziehen zu können. Trotzdem – ob nun zusammen unter einem Dach oder nicht – Freiraum braucht es in jeder Beziehung. Ich denke, dass nur so eine Partnerschaft lange anhält bzw. die Intensivität nicht verliert.

Es kann natürlich auch andersrum sein, dass man den Partner zu wenig sieht, vielleicht weil man zu weit auseinander wohnt. In beiden Fällen wird der eine oder andere denken, dass man sich dadurch auseinander lebt. Das muss und sollte aber nicht passieren. Man sollte in jeder Beziehung – ob nah oder auf Distanz – das richtige Mittelmass finden. 

ÖV nervt

21. Februar 2010 um 11:01 Uhr

Überlege mir seit ein paar Wochen ein Auto zuzulegen. Denn der ÖV nervt mich immer öfter:

Sonntagmorgen, Zürich HB—Buchs SG. 2. Klasse voll, Ablageflächen und Beinfreiheit im Doppelstockzug sehr beschränkt. Liechtensteinerin quatscht ihre Kollegin voll, Jugendliche lärmen rum und hören Musik aus ihrem Ghettoblaster. Grossvati hustet und chodert im Zeugs herum. Das Beste: Ein Direktzug ohne Zwischenhalt – das heißt es auf die Zähne beißen und durch. Die Rückreise wird sich kaum anders gestalten, denn am Sonntagabend ist der Zug immer voll und man kann froh sein, überhaupt noch einen Sitzplatz ergattern zu können. Ach ja, gut möglich, dass der überfüllte Zug Verspätung hat. Und wenn ich kein Halbtax hätte, würde mir der Spass auch noch 66 Franken kosten. Übrigens: Hin- und Zurückfahrt dauert gut eine Stunde länger als mit dem Auto. Also her damit – mit dem Auto! 

Winterhit Stereo Love

8. Februar 2010 um 23:05 Uhr

Stereo Love von Edward Maya & Vika Jigulina war der Sommerhit 2009, der etwas spät bei uns gelandet ist und daher zum Winterhit geworden ist:

HIV-positiv in einer treuen Partnerschaft

um 22:56 Uhr

Über das Thema Aids weiss jeder Hinterletzte Bescheid und ist über die Safer-Sex-Regeln informiert. Trotzdem gibt es immer wieder Neuinfiszierte, die den tödlichen Virus mit sich tragen. Doch wer kennt schon jemanden, der oder die HIV-positiv ist? Wohl die wenigsten.

Verhütung ist das oberste Gesetz. Doch in einer Partnerschaft kann das anders aussehen. Wenn sich zwei Menschen lieben und sich die Treue geschworen haben, verzichtet man schnell auf irgendwelche Verhütungsmittel. Doch dann muss das gegenseitige Vertrauen 100 Prozent da sein. Eine Sicherheit oder Bestätigung bietet ein Aids-Test, den man nach einer dreimonatigen treuen Partnerschaft machen kann.

Nach den Vorfällen mit Chlamydien bin ich schon recht gut über das Thema Geschlechtskrankheiten sensibilisiert. Doch letzte Woche hat mir eine Person – die ich gut kenne – mitgeteilt, dass sie und ihr Partner sich mit dem tödlichen Virus angesteckt haben. Im ersten Moment bin ich schockiert gewesen. Wie kann das passieren? Sind sie sich untreu gewesen? Haben sie sich vor ihrem Kennenlernen bereits angesteckt? Wer hat wen angesteckt? Fragen, auf die man keine Antwort weiss. Schuldzuweisungen bringen sie nicht weiter. Sie müssen sich eher die Frage stellen: Wie gehen wir damit um, HIV-Positiv zu sein?

Seit ich nun eine betroffene Person kenne, sehe ich das Thema Aids von einer etwas anderen Seite. Es wird mir noch bewusster, wie gefährlich ungeschützer Sex sein kann bzw. wie wichtig eine treue Partnerschaft ist. Wie wichtig Ehrlichkeit in einer Partnerschaft ist, hab ich hier bereits einmal geschrieben.

Sie nannte mich Brüderli

30. Januar 2010 um 14:55 Uhr

Eigentlich weiss ich gar nicht mehr, wie ich vor ein paar Jahren auf Krötengrün gestossen bin. In diesem Blog schrieb Frau Flocke über Gott und die Welt, über alltägliches – witzig und charmant. Durch Rätsel und andere Aktionen (z. B. Kröten-Chor) bezog sie ihre Leser immer mit ein. Die Beiträge von Frau Flocke las und kommentierte ich immer sehr gerne. Eine zeitlang hatten wir sogar engeren E-Mail-Kontakt, schrieben uns sogar Ansichtskarten aus den Ferien. Viel wusste ich nicht über die (scheinbar) ältere Dame aus Berlin. Sie zeigte sich auch nie mit Bild in ihrem Blog (nur einmal hab ich ein Foto von ihr per E-Mail erhalten). Sie war so fasziniert von uns Schweizern – sie gab mir den Übername “Brüderli” – so dass ich als Gastautor in ihrem Blog über unser Land schreiben durfte:
Die Schweiz – Das sprachliche Multikultiland
Samichlaus, Schmutzli und Grittibänz
Schweizer Eigenheiten (Teil 1)
Schweizer Eigenheiten (Teil 2)
Sechseläuten

Betroffen musste ich heute lesen, dass die liebe Bloggerin Flocke von Krötengrün Mitte Dezember 2009 verstarb. Möge ihr Blog noch lange als Erinnerung im grossen World Wide Web bestehenbleiben.

Chevrolet Cruze – Erste Fahrt

28. Januar 2010 um 00:11 Uhr

2010_01_16

Mein Freund hat seit anfang Jahr ein neues Auto, mit dem wir bereits eine Spritztour nach Milano unternommen haben. Von der Fahrt in den Süden gibts ein erstes Video, welches ich schon vor 10 Tagen hochgeladen habe und bei Youtube bereits über 650 Mal angeschaut wurde (wie bisher kein anderes meiner Videos). Ob es wohl daran liegt, dass es dieses tolle Auto in Amerika noch nicht zu haben ist?

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Weitere Informationen über den Chevrolet Cruze.

iPad – Top oder Flop?

27. Januar 2010 um 23:46 Uhr

Nach iMac, iBook, ipod und iphone folgt nun der oder das iPad – ein flacher Tablet-PC, der einem übergrossen iPhone gleicht. Das iPad ist die neue Errungenschaft aus dem Hause Apple und liegt irgendwo zwischen einem iPhone und einem Notebook. Und wie zum Beispiel hier nachzulesen ist, scheint dieses neue Hightechgerät einige Mängel aufzuweisen. Da bin ich als Apple-Fan doch etwas enttäsucht und bezweifle, dass das iPad so erfolgreich einschlagen wird wie damals der iPod. Ach ja, wann kommt der iPud?

Verrücktes grauenhaftes Mailand

22. Januar 2010 um 02:27 Uhr

2010_01_17

Mein Freund hat letzte Woche sein neues Auto bekommen, so dass wir am Wochenende auf Spritztour gingen. Der Weg führte uns ins Tessin, genauer gesagt nach Ascona. Die winterlichen Verhältnisse liessen uns dort aber nicht lange bleiben. Spontan fuhren wir weiter bis nach Mailand oder eben nach Milano – wie es die Italiener nennen.

Gleich mit einem niegelnagelneuen Auto nach Italien zu fahren war schon etwas wagemutig – so wie die Italiener fuhren. Da wir nicht am gleichen Tag zurückfahren wollten, übernachteten wir in einem Möchtegern-5-Sterne-Hotel (direkt neben dem Hauptbahnhof), das zwar auf “Nobel” machte, aber eigentlich völlig veraltet war. Das Auto wurde zu einem Wucherpreis in eine Garage gestellt, sonst hätte es die Nacht wohl nicht ohne eine Beschädigung überlebt. Auf Mailands Strassen war nämlich jedes 2. Auto verbeult.

Zum Abendessen waren wir in einem von aussen nettaussehenden Lokal. Der Ansturm war riesig und wir wurden gefragt, ob wir reserviert hätten. Hatten wir aber nicht. Trotzdem bekamen wir unter einer Zeitlimite von 2 Stunden einen Platz im Weinkeller. Die Bedienung erwies sich aber als grottenschlecht: Es wurde uns ein Rotwein empfohlen, der ein billiger Hauswein war. Statt vorkosten zu können, wurden die Gläser einfach gefüllt. Das Essen war irgendwie auf den Teller geworfen und es wurde bereits abgeräumt, bevor ich meinen letzten Bissen runtergeschluckt hatte. Eine anständige Bar fanden wir danach in der Nähe dann auch nicht. So landeten wir in der Hotelbar und tranken 1 bis 2 Drinks – natürlich auch zu einem Wucherpreis. Drinkgeld wollte aber niemand im Hotel. Uns war das recht.

Am Sonntagmorgen suchten wir ein Café auf. Dies erwies sich recht schwierig, da wir irgendwo im Ghetto waren, obwohl im Hotelbeschrieb “Lage Zentral” stand. Die Gegend war dreckig und verlassen. Hie und da kurfte ein altmodisches Tram um die Ecken. Die U-Bahn-Station war ausgestorben leer. Dank iPhone-Karte fanden wir durch das grässliche Quartier ins Zentrum und auch in ein Café. Die italienische Menukarte verstanden wir überhaupt nicht und bestellten einfach eine Cola bzw. eine heisse Schokolade und einen Toast. Die Cola und der Mini-Toast waren noch ok, aber die heisse Schokoloade konnte ich am besten Willen nicht trinken. Was bei uns eine heisse Milch mit Schoko-Pulver ist, ist in Italien pure Schokolade. Das ganze war so dickflüssig, dass der Löffel in der Tasse stand. Das war eher eine Schokoglasur, womit ich einen Kuchen hätte bestreichen können. Nach unserem “Frühstück” schlenderten wir durch etwas mehr belebte Einkaufsstrassen und standen plötzlich vor dem Dom. Doch es war kalt und neblig, die Stadt alles andere als charmant. So machten wir uns schnurstracks auf den Weg zurück ins Hotel und zum Auto.

Nur schnell weg von dieser grauenhaften verrückten Stadt! Auf nie mehr wiedersehen.

Mit dem Chevrolet Cruze... ...fuhren wir nach Mailand. Ziehen! Zwischenhalt in Ascona (Tessin) Hauptbahnhof in Mailand bei Nacht Apple lässt grüssen Einkaufspassage Dom von Mailand Taubenrastplatz Rehlein Uralte Trams Moderne Kunst Wolkenkratzer Heisse Schokolade Möchtegern-5-Sterne-Hotel