Wenn man älter wird, kommt man auf Ideen, etwas neues auszuprobieren. Oder liegt es eher daran, dass ich wegen meinen vielen Ferien anfange zu experimentieren?
Es gibt ja einige Fetischrichtungen, von Sportgear, Skater über Unterwäsche, Sneakers & Socks bis Uniformen und Anzüge. Mich hat Leder schon immer etwas fasziniert, angefangen mit den Lederbändchen, die ich schon seit Jahren trage. Und seit ich auch Freunde aus dieser Szene habe, dachte ich mir, warum nicht mal über den eigenen Schatten springen und was neues ausprobieren? So ging ich gestern mit Martin, mit dem ich kürzlich im Rage war, in die Männerzone und kleidete mich von Kopf bis Fuss ein. Angefangen mit einem Harness, Ober- und Unterarmbänder, Lederhosen mit Gürtel und Boots – 14 Loch (für die Experten). Das Ganze hat mich ein Vermögen gekostet. Aber dafür ist es qualitativ gute Ware, die viele Jahre halten kann. Jetzt darf die nächste Fetischparty kommen. Ich bin dabei.
Im Facebook hab ich eigentlich sehr viele positive Reaktionen erhalten (einige hätten es zwar nicht von mir gedacht, finden es aber cool). Leider sind in der Szene eher ältere Generationen vertreten. Auf diesem Weg möchte ich auch die jüngeren Leute ansprechen, mal was neues auszuprobieren.
Der Vorspann meiner Lieblingssoap war so was von veraltet, dreiviertel der Schauspieler war bereits nicht mehr dabei. Nun kommt Gute Zeiten, Schlechte Zeiten mit gleich zwei neuen Versionen, um alle GZSZ-Stars zu zeigen:
Der Regen prasselt heftig auf das kleine Vordach. Durch die dunkle Nacht nähern sich Männer, die das Gebäude betreten. Drinnen steht bei schummrigem Licht ein älterer Herr hinter Gitterstäben und verkauft Eintritttickets. Im Raum stehen Fässer. Durch eine grosse Tür, die sich auf beide Seite öffnet gelangt man in einen Vorraum mit Schliessfächern, durch eine weitere Doppeltür in einen grösseren Raum mit einer Bar. Hier stehen ein paar Typen rum, kaum jemand spricht. Über Boxen trönt Techno-Sound. Ein paar wenige sitzen an der Bar und trinken ein Bier. Neben einer Salontür sieht man durch eine Glasscheibe in einen weiteren dunklen Raum mit einer Lounge aus Lederpolstern, in dem geraucht wird. Ein Seitengang führt zu Pissoirs. Über Treppen gelangt man in eine untere Etage. Ein grosser Raum, der durch die Metallstangen etwas an eine Baustelle erinnert, leicht neblig. Hier hat es ebenfalls eine Bar. An Displays laufen überall Fetischpornos und der Barmann steht etwas gelangweilt rum. Wo sind all die Gäste? Durch ein Labyrinth von schwarzen Wänden gelangt man in weitere kleinere Räume, die zum Teil abschliessbar sind. In einem Raum befinden sich eine Art Hängematte – Sling genannt – in einem anderen ein Andreaskreuz mit Schnallen. In den Gängen brennt noch schummrigeres Licht als an den Bars und teilweise muss man sich bei den verwinkelten Durchgängen vortasten. Hier in den Gängen stehen einige Typen rum. Hinter einer Tür hört man ein stöhnen. Durch einen weiteren Gang gelangt man in einen grösseren, sehr dunklen Raum, in dem sich viele Männer aufhalten. Einige gehen zur Sache, andere beobachten nur. Es liegt ein ätzender Geruch von Poppers in der Luft. Zwei Stockwerke weiter oben ein ähnliches Bild. Jedoch gibt es hier eine Tür, die sich nur auf Knopfdruck öffnet. Nur im entsprechendem Outfit – je nach Abend variierend – bekommt man Einlass in den Sektor C. Hier befindet sich ebenfalls eine kleine Bar mit ein paar Hockern, einer Ledereckbank und Tischen. Die Wände sind mit Gitterstäben oder gar Käfigen geschmückt. Durch schwarze herunterhängende Lamellen gelangt man in ein ähnliches dunkles Labirinth wie im Untergeschoss. Nebst Slings und Andreaskreuz findet man in einem grossen Raum auch eine Art Zahnarztstuhl vor mit zwei Gabeln (für die Beine). Es ist düster und irgendwie fehlt hier nur noch Operationsbesteck, damit der Ort einem blutigen Horrorstreifen gleicht. Doch auch hier stehen Typen in den Gängen. Die einen knutschen rum, andere haben Oralsex. Weiter gehts in einen gekachelten Raum, der einem Badezimmer ähnlich ist. Hier steht eine grosse Badewanne (ohne irgendwelchen Wasseranschlüssen). Ein Ort, an dem in manchen Nächten gewisse Sexualpraktiken durchgeführt werden. Es folgen weitere kleinere abschliessbare Räume mit Gucklöchern und Gloryhols. Wo bin ich hier gelandet? Ich befinde mich in einem Cruise-Club auf 3 Etagen im Industrial Style, ich befinde mich in einem Gaysexclub, ich bin im Rage.
Eigentlich hatte ich schon seit Monaten davon gesprochen, diesen Club aufzusuchen, um zu sehen, was dort abgeht. Nachdem ich vor einer Woche die Schaumparty abgesagt hatte, ging ich letzte Nacht mit Martin – der stundenweise dort arbeitet – mit. Der Themen-Abend war Sportwear – und so waren auch alle wie Sportler gekleidet, ob in Adidas-Hosen oder kompletten Fussballdress. Schon von der Homepage wusste ich, dass es dort eher düster sein wird. Der Sound und die Atmosphäre an der Bar vermittelte aber ein anderes Bild. Wir tranken zuerst gemütlich ein Bier, danach zeigte mir Martin die Räumlichkeiten. Etwas schüchtern folgte ich ihm auf Schritt und Tritt. Dann traf ich sogar auf bekannte Gesichter. Einen hatte ich vor über einem Jahr in der Heldenbar kennengelernt. Er schleppte mich dann ab in die dunklen Gängen. Hier lernte ich Typen von einer anderen Seite her kennen… Erst in den frühen Morgenstunden traf ich wieder auf Martin, der sich auf den Heimweg machte. Ich trank an der Bar noch eine Cola und wartete, bis die Stunde rum war und der Shuttle-Bus fuhr. Doch soweit kam es nicht. Ich lernte ein Paar kennen, welches ich im BodyPump schon einige Male gesehen hatte. Dazu gesellte sich ein blonder muskulöser Kerl, der mir den ganzen Abend schon aufgefallen war. Zu viert verliessen wir dann auch den Club und fuhren mit dem Auto zum McDrive. Wir hatten es mega lustig zusammen. Und morgens um 5 Uhr hatte ich die 3 Jungs dann bei mir zu Hause, wo es nicht nur beim Hamburger und Pommes essen blieb…
Am Dienstag war ich mit Philipp nach Jahren mal wieder im Verkehrshaus in Luzern.
Das Verkehrshaus zeigt erlebbar und abwechslungsreich die Entwicklung des Verkehrs und der Mobilität sowie die Funktionsweise der Kommunikation. Schweizweit einmalige Attraktionen wie das Filmtheater, das Planetarium und die Swissarena, wie auch das Hans Erni Museum und viele weitere Angebote lassen den Besuch zum Erlebnis werden.
Wer wie ich als Kind das letzte Mal im Verkehrshaus war, lohnt sich ein Besuch bestimmt. Nebst viel Altbekanntem gibt es auch einige Neuigkeiten zu entdecken. Sehr modern ist z.B. die Media-Factory. Hier versuchte ich mich als 10vor10-Moderator, scheiterte aber kläglich, wie man im Video sehen kann.
Walking at the speed of light
Phasing, a million miles away
We are not going home
We’re phasing, a million miles away
Zwar nur vier kurze Textzeilen, die sich in diesem Song wiederholen, aber ich liebe diesen sommerlichen House-Track, dessen Melodie an Harry Nilsson – Everybody’s Talkin’ aus dem Jahre 1969 erinnert.
Nach dem Familientreffen gestern war ich nochmals auf der Werdinsel. Es waren so viele Leute dort wie ich noch nie gesehen hatte. Alle gingen davon aus, dass es der letzte Sommertag in diesem Jahr sein soll. Ich hoffe dies natürlich nicht. Und die Wetterprognosen – auf die seit kurzem nicht mehr gross setze – sehen nicht schlecht aus.
Der heutige Tag zeigte sich mehr wolkenverhangen. Ich hing zu Hause rum und dachte, dass es gar nicht so schlecht ist, wenn ich in zwei Wochen wieder zu arbeiten beginne. Hierzu muss ich sagen, dass ich einen Temporärjob gefunden habe, bevors am 1. November richtig losgeht. Drei Monate “Ferien” sind langsam genung, vorallem wenn sich der Sommer langsam verabschiedet. Es wird langweilig – so hab ich das heute im Facebook gepostet. Prompt kamen einige Vorschläge. Jetzt kann es mir gar nicht mehr langweilig werden.
Vor über einem Jahr schrieb ich hier, wieviele Schwule Angst vor einer Beziehung haben und meinte sarkastisch, dass man sich für jedes Hobby einen Freund/Kollegen zulegen soll.
Mittlerweile muss ich feststellen, dass ich dies wirklich in die Tat umgesetzt habe. Und ehrlich gesagt find ich dies sogar sehr gut. Aber es sind nicht einfach irgendwelche Hobby-Freunde. Für mich sind meine Freunde eine Bereicherung und haben in den letzten Monaten einen hohen Stellenwert bekommen. Vor nicht allzulanger Zeit hab ich ein SMS im Stil von Schön, dass es dich gibt erhalten. Das zeigt mir, wer ein echter Freund ist. Und wenn die Freunde auch Freunde von Freunden sind, dann entsteht ein echt guter Zusammenhalt, wie eine Clique. Für gewisse Leserinnen oder Leser dieses Blogs ist so etwas vielleicht das normalste der Welt. Ich hatte dies aber vorher noch nie.
Die vergangene Woche hab ich viel Zeit mit einem meiner Freunde verbracht. Und da kam schon auch mal der Gedanke bei mir auf, wie es wohl wäre, wieder einen festen Freund zu haben. Dann hör ich aber über Beziehungsprobleme oder Weiss nicht, woran ich bin-Geschichten und komm dann zum Entschluss, dass es doch gut ist, wie es jetzt ist.
Heute war meine Mutter und meine zwei Brüder mit Freundin bzw. Frau und Kind (mein 2-jähriger Göttibub) bei mir in Zürich zu Besuch. Ein herrlicher Sommertag für einen kleinen Ausflug: Gemeinsames Mittagessen in einer Pizzaria am Limmatquai und danach eine kleine Schiffrundfahrt auf dem Zürichsee. Dies war einer der wenigen Tagen, an denen noch die ganze (fast ganze) Familie zusammen was unternahm. Schön wars.
In den letzten Wochen hab ich es mit verschiedenen Freunden immer wieder an den gleichen Ort geschafft: Zum Sonnenblumenfeld auf dem Zürichberg (in der Nähe vom Zoo). Ihr müsst wissen, ich liebe Sonnenblumen…
Nachdem ich am Samstagmorgen eine Sturmwarnung per SMS erhalten habe, entschloss ich mich, nicht zur Streetparade zu gehen – obwohl der Regen bis am Abend fern blieb. Gegen Mitternacht überredet mich aber Ralf dazu, an eine Party ins Volkshaus mitzukommen. Hier stieg die Labyrinth Réunion Party, die einfach der Hammer war – toller Sound mit Auftritt von Cosmicdrums. So tanzten wir bis in die frühen Morgenstunden.