Erwachen im Bus

30. März 2009 um 23:20 Uhr

Auf dem Weg zur Arbeit mit Tram und Bus erlebt man immer mal etwas witziges. In den Gratiszeitungen gibt es immer wieder Pendler-Geschichten. Und heute hab ich auch eine zu erzählen:

Eine Renterin überquert knapp den Fussgängerstreifen, bevor die Ampel wieder auf rot stellt. Wie eine graue Maus kommt sie daher. Die einzigen Farbtupfer sind ihr bunter Seidenschal und ihr pinker Rucksack. An der Bushaltestelle setze ich mich wartend neben eine andere Frau auf die Bank und lies die Zeitung.

Kurze Zeit später hat auch die Rentnerin die Haltestelle erreicht und ruft freundlich “Guten Morgen”. Ich schau kurz auf und grüsse sie ebenfalls und vertiefe mich zugleich wieder in der Zeitung. Doch dann beobachte ich, wie sie ihren kleinen pinken Rucksack auf die Bank stellt und etwas daraus hervor holt. “Möchten Sie diese Zeitschrift lesen?” – Ich blicke auf und erkenne sofort die Broschüre: Erwachet! – “Nein danke, ich hab schon eine Zeitung”, erwidere ich. So fragt sie die andere Dame, die nur den Kopf schüttelt. Nun setzt sich die graue Maus ebenfalls auf die Bank und springt alle paar Sekunden auf, um zu schauen, ob der Bus in Sichtweite ist. Und nach wenigen Minuten ruft sie laut “Der Bus kommt”.

Wir steigen ein. Sie begrüsst die anderen Fahrgäste mit dem gleichen freundlichen (und lauten) “Guten Morgen” wie vorher. Spätestens jetzt sollten die letzten müden Gesichter wach sein von dieser Begrüssung. Sie setzt sich hin und öffnet erneuert ihren Rucksack. Ein Schmunzeln liegt auf meinen Lippen. “Möchten Sie diese Zeitschrift lesen?”, fragt sie einen Herrn, der neben ihr Platz genommen hat. – Keine Antwort. “Möchten Sie diese Zeitschrift lesen?”, fragt sie die Fahrgäste hinter sich. Nun muss ich mein Lachen doch sehr verkneifen. Zwei Stationen später steigt sie aus. Eigentlich hatte nur noch Der Wachtturm in ihrem pinken Rucksack gefehlt…

Chlamydien – gefährliche Sexkrankheit

28. März 2009 um 12:35 Uhr

Folgenden Beitrag hab ich aus der Sicht von Homosexuellen geschrieben. Das Thema betrifft aber auch Heterosexuelle (für die es hier weiteres Infomaterial gibt).

2009_03_27

20 Minuten schrieb gestern:

Experten schlagen Alarm: Chlamydien werden zur gefährlichen Volkskranheit. Für das Bundesamt für Gesundheit BAG jedoch kein Grund zur Eile.

Vor zwei Wochen hab ich mich mit diesem Thema ausführlicher befasst. Mein Hausarzt hatte anhand der bei mir aufgetretenen Symptome Chlamydien diagnostiziert. Bei den durchgeführten Tests konnten aber weder Chlamydien noch andere Geschlechtskrankheiten nachgewiesen werden (hätte mich auch sehr gewundert, da ich nie ungeschützten Sex hatte).

Das Thema beschäftigte mich aber doch sehr, vorallem weil ich eine Woche auf das Resultat warten musste. Ich fragte mich, ob man sich trotz Safer Sex anstecken kann? Ich schrieb Dr. Gay (eine Dienstleistung der Aids-Hilfe Schweiz). Er schrieb mir zurück, dass die Übertragung von Chlamydien bei allen sexuellen Praktiken möglich sei, wenn Schleimhäute mit dem infektiösen Erreger in Berrühunrg kommen. Auch oral, wenn beispielsweise der Partner eine Infektion im Mund hat. Auch ist die Ansteckung durch eine “Schmierinfektion” möglich, durch Kontakt des Erregers am Penis durch die Hand des Partners (weil er sich z.B. vorher auch an seinem Penis berührt hatte).

Der Zeitungsbericht gestern hat mir nun gezeigt, dass die Geschlechtskrankheit Chlamydien (welche zur Unfruchtbarkeit führen kann) ein grosses Problem geworden ist. Das BAG sieht jedoch kein Handlungsbedarf, weil ihnen zuwenig Daten für eine genaue Strategie vorliegen. Dies finde ich erschreckend. Über HIV ist man bestens informiert, über alles andere viel weniger. Damit konfrontierte ich erneuert Dr. Gay und fragte ihn, warum eine Prävention in diesem Bereich nicht grösser angelegt würde. Er schrieb:

Sexuell übertragbare Infektionen sind Bestandteil unserer Prävention. Die Broschüre LOVE BUGS gibt Auskunft dazu. In der Broschüre „Sicheres Vergnügen“ hat es ein Kapitel zu „ungebetene Gäste“ (S. 12). Dort machen wir auf die sexuell übertragbaren Infektionen aufmerksam – und was man tun kann. Männer, welche sich öfters mit verschiedenen Männern vergnügen, empfehlen wir sich regelmässig auf sexuell übertragbare Infektionen testen zu lassen, auch wenn sie keine Symptome haben (S. 15). Die Broschüre kann hier herunter geladen werden: Bei jeder sexuellen Aktivität oder Praktik ist eine Infektion mit einer sexuell übertragbaren Krankheit möglich. Nur kein Sex haben ist sicher, aber nicht unbedingt gesünder. Meine Aufgabe ist es, die Menschen zu beraten und sie auf Risiken aufmerksam machen, aber wie sie mit Sex umzugehen haben, kann ich nicht vorzuschreiben.

Fazit: Mich hat das ganze Thema sensibilisiert. Besonders als Single sollte man nicht gleich mit jedem (bzw. jeder) ins Bett steigen.

Mein Bruder bei MusicStar

22. März 2009 um 23:36 Uhr

2009_03_22

Michael Lascar bei MusicStar Max Loong... ...befragt meinen Bruder Cédric... warum Michael DER MusicStar ist. Fans von Michael Lascar

Vor zwei Wochen hab ich bereits hier geschrieben, dass mein Bruder Cédric und dessen Frau abwechslungsweise immer MusicStar besuchen, weil sie Fans von Michael Lacar sind, der es nun ins Finale geschafft hat. Heute wurde mein Bruder von Max Loong kurz im Publikum interviewt. Fand das noch witzig, den etwas aufgeregten Bruder im TV zu sehen.
:-)

Geschützt: Der eigene Garten und andere Träume

um 23:12 Uhr

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Geschützt: Genug von Dates

19. März 2009 um 21:25 Uhr

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Sexy Stimme

17. März 2009 um 23:11 Uhr

Nach der Grippe war ich am Samtagabend richtig heisser geworden und brachte kaum mehr einen Ton raus. Bis heute hörte sich meine Stimme noch recht rauchig an. Darauf hin habe ich von verschiedenen Seiten Komplimente erhalten, dass sich so eine Stimme sexy anhören würde (es fehlte mir nur noch ein zwielichtiges Call-Center-Angebot). Da fühl ich mich geschmeichelt – bin aber doch froh, wenn ich diese Erkältung los bin und ich meine normale Stimme wieder habe.

Es muss nicht alles die ganze Welt wissen

13. März 2009 um 18:04 Uhr

Manchmal überleg ich mir schon, was ich hier wirklich alles von mir schreiben soll. Und kommen dann noch andere Personen mit ins Spiel, versuche ich diese je nachdem anonym zu halten. Und gewisse Dinge muss wirklich nicht die ganze Welt von mir erfahren.

Darum hab ich einen kürzlich veröffentlichten Beitrag mit Bild sowie Kommentare, die sich darauf beziehen wieder gelöscht. Ein grosses “Sorry” an alle Beteiligten, die ich evtl. in eine unangehme Situation gebracht habe.

Es hat mich erwischt

12. März 2009 um 18:35 Uhr

Nein, ich bin nicht verliebt. Etwas vlel mühsameres: eine Grippe. Fieber, Hals- und Gliederschmerzen plagen mich. Nicht gesund zu sein find ich etwas vom schlimmsten. Zum Glück hat man so eine Grippe in ein paar Tagen überstanden (hoffe es wenigstens).

Alptraum Zahnarzt

9. März 2009 um 19:34 Uhr

2009_03_09

Ich sitze auf dem Zahnarztstuhl, das Röntgengerät nähert sich meiner linken Backe. Leichtes zittern, die Dentalhygienikerin verschwindet aus dem Raum… Ich halte still. – Klick – Das Bild ist gemacht. Das ganze Spiel nun rechts. Ich erzähle der jungen Frau von meinem Alptraum

Ja, heute war ich nun wirklich beim neuen Zahnarzt. Die Praxis wirkte mit den weissen Wänden, der hellblauen Decke und den modernen Apparaturen recht modern und steril. Die Dentalhygienikerin war klein und zierlich – dieser Eindruck täuschte. Da wurde auf dem Zahnfleisch rumgestochert und Zahnstein abgekratzt. Aber einmal im Jahr lasse ich diese Prozedur über mich ergehen. Auf jeden Fall wirkte ihre Arbeit professionell und sie informierte mich über jeden Arbeitsschritt (was ich ganz gut fand). Und ein Loch konnte sie in meinen Zähnen auch nicht finden (vorallem wenn alles schon mal geflickt wurde).

Nach meiner Geschichte des Traumes schmunzelte sie und sagte: “Das war wirklich ein Alptraum.”

Unter der Bettdecke furzen

um 19:06 Uhr

Moderator Max Loong furzt unter der Bettdecke, bei Moderatorin Andrea Jansen ist es Rosenduft. Jurymitglied Roman Kilchsberger benotet seinen Erzfeind aller Teilnehmer nicht mehr und die Kandidaten sitzen immer noch auf billigen Festbänken hinter der Kulisse. Die Rede ist von MusicStar.

Wenigsten trug Andrea Janson nach meinem Mail an SF wieder mal was farbiges (wobei “farbig” schon übertrieben war, ihr Kleid war einfarbig pink). SF schrieb mir davor zurück:

Besten Dank für Ihre Rückmeldung. Wir nehmen alle Inputs in Bezug auf das Styling der Moderatoren auf und geben sie unseren Styling-Fachleuten weiter. [...] Vor und nach dem Auftritt sind die Kandidaten im sogenannten Backstage-Bereich, wo es wenig Platz gibt und wo die ganze Technik steht. Zu diesem Setting passt die Festbank perfekt. Ein Sofa wäre hier deplatziert, da die Kandidaten gespannt auf ihren nächsten Auftritt warten.

Anmerkung: Bei dieser grossen Aufregung werden die Kandidaten wohl nicht mehr merken, wie unbequem sie sitzen.

Eigentlich schau ich MusicStar nur, weil mein Bruder und dessen Frau den Kandidat Michael Lascar kennen und in jeder Sendung abwechslungsweise als Fans im Publikum vorzufinden sind. Schliesslich soll man für Michael voten. Und natürlich schau ich MusicStar auch, um zu erfahren, wer nun alles unter der Bettdecke furzt.