30. April 2009 um 19:44 Uhr
Meine Mutter kommt im tiefsten Inneren immer noch nicht wirklich mit meinem Schwul sein klar. Sie informiert sich daher regelmässig über christliche Literatur zum Thema. Klar, dass in solchen Broschüren “schwul sein” als schlecht hingestellt wird. Vor mir liegt nun die Broschüre “Befreiung aus dem Homo-Gefängnis”. Bereits auf der ersten Seite der Einleitung wird die Homosexualität negativ dargestellt:
Wir werden [...] auf schädliche Langzeitfolgen des schwulen Lebens hinweisen.
Nach der Genfer Studie “Santé gaie” können 70% der Homosexuellen ihre sexuelle Orientierung nicht wirklich akzeptieren (nach diesem Büchlein wohl noch mehr), 63% leiden unter Einsamkeit (und Heteros nie?), 41% litten in den letzten 12 Monaten an mehrwöchigen depressiven Zuständen, 22% hatte in dieser Zeit über einen Selbstmord nachgedacht und 19% haben sogar einen Selbstmordversuch hinter sich. Und weiss nicht wieviele landen in der Drogenszene.

Aber es kommt noch besser:
Die Partnerzahl wächst mit zunehmendem Alter. [...] führt dazu, dass einzelne Schwule im Laufe ihres Lebens mit hunderten anderen Männern Sex haben. [...] Viele Schwule entwickeln sexuelle Abhängigkeiten, die zu schnellem Sex [...] nötigen. [...] Viele Schwule erleiden schwere körperliche Schäden. HIV und AIDS kommen im Homo-Millieu noch immer überproportional vor [...] Einer von sechs Schwulen ist HIV-positiv. Die Schwächung der Muskulatur des Darmausgangs ist eine weitere Folge der unnatürlichen Sexualität. Die peinlichen Folgen entwürdigen die Schwulen und treiben viel von ihnen in den Selbstmord.
Weiter muss ich diese Broschüre gar nicht lesen. Ich reg mich nur darüber auf, was ich da lese. Du kannst Dein Leben auch als Heterosexueller kaputt machen, in dem Du in der Drogenszene oder im Sexmillieu landest. Und an die Herausgeber Familienlobby: Hört auf mit solcher Literatur, um uns Schwule oder deren Angehörige zu verunsichern! Auch Schwule können ein normales Leben führen. Und jetzt weg damit…
26. April 2009 um 01:26 Uhr
25. April 2009 um 13:23 Uhr
23. April 2009 um 23:57 Uhr

Statt den üblichen Heimweg (siehe erstes Bild unten, blaue Route), fuhr ich heute mit dem Velo nach der Arbeit von Urdorf etwas oberhalb über Schlieren durch eine ländliche Gegend. Durch Wiesen und Felder gings am Fusse des Uetlibergs in den Wald hinein und dann richtig bergauf. Nach meiner misserablen Biketour mit Marco letzten Sonntag von Wädenswil auf den Hirzel (mir fehlt es wirklich an Kondition), tat mir dies richtig gut. Ich kam an einem Brunnen vorbei, an dem ich meine Wasserflache füllen konnte und traf sogar noch auf einen Fuchs. Wie schön ist es doch draussen in der Natur zu sein!? Nach einem langen Arbeitstag im Büro eigentlich genau das Richtige. So fuhr ich durch den Wald und kam schliesslich nach Uitikon. Dann sah ich in ein Tal, das ich bisher noch nie gesehen hatte. Ich fühlte mich wie in einer fremden Welt und wusste schlussendlich auch nicht, wo der Weg weiterführt. Ich fuhr an schönen Villen und mordenen Häusern vorbei, wieder durch viele grüne Felder, traf auf schwarze langhaarige Rinder (oder was immer das genau waren) und landete schlussendlich wieder in Urdorf. Aus unerklärlichen Gründen war ich im Kreis gefahren (siehe erstes Bild unten, rote Route)… Da es nun aber recht kühl geworden war, nahm ich ab Schlieren den Bus nach Hause.
Da wohn ich seit 8 Jahren in der Stadt und kenn die die grüne weite Welt nicht, die so nah liegt
22. April 2009 um 23:14 Uhr
19. April 2009 um 01:52 Uhr

Gestern war ich schon wieder beim Coiffeur, weil ich mich über meine Haare ägerte. Was die junge Dame dann aber rumschnipselte war schlussendlich doch nichts schlaueres. So ging zu Hause radikal mit der Schneidemaschine über meinen Kopf. Ergebis: 12-mm-Bürstenschnitt. Und diesmal ist es kein Aprilscherz wie hier.
14. April 2009 um 22:09 Uhr

Hier hab ich darüber geschrieben, dass sich für Schnäppchenjäger Silvestergeschenke mehr lohnen würden als Weihnachtsgeschenk. Das gleiche Szenarium gibts nach Ostern: Alle Schoggihasen 50% günstiger! Feiern wir als Pfingsten mit Schoggihasen!
13. April 2009 um 18:55 Uhr
Heute hab ich mit einem Chat-Kollegen über das Thema Beziehungen geschrieben. Ich bin (leider) zu diesem Entschluss gekommen:
Die meisten Schwulen lassen sich gar nicht mehr auf eine Beziehung ein, weil sie etwas verpassen könnten (vorallem wenn sie jung sind). Sie haben Angst, es überhaupt mit einer Beziehung zu probieren. Eine Beziehung ist nicht immer ein Zuckerschlecken, aber trotzdem kann es schön und harmonisch sein. Aber was solls… Ich muss aufhören, mich in was reinzustürzen – mich gar zu verlieben – und dann wird doch nichts draus. Die Enttäuschung ist sonst um so grösser. Am besten tu ich mir nur noch Kollegen zu: einen Kuschel-Kolleg, einen Fitness-Kolleg, einen Europa-Park-Kolleg, etc. So sind alle Interessen abgedeckt, man muss sich nicht binden und man kann machen, was man will. Tolles Leben, nicht?
10. April 2009 um 23:14 Uhr
In meinem Leben hab ich schon viele Zoos besucht, denn ich schaue den wilden Tieren gerne zu. Dass sie in Gefangenschaft leben find ich jedoch nicht so toll. So sieht es in einem Wildpark schon besser aus.

Heute hab ich den 80 Hektaren grossen Wildpark Langenberg besucht. Hier leben Tiere wie Wölfe, Murmeltiere, Hasen, Elche, Wildschweine, Hirsche, Luchse oder Bären in grossräumigen und naturnahen Anlagen. Zwar ist es schwieriger ein Tier zu erblicken, aber gerade dies macht so ein Ausflug spannend.

Weitere Infos zum Wildpark gibt es hier und hier.